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Universität Witten/Herdecke führt Vorlesungen zur Schlafmedizin ein

Montag, 1. Oktober 2012

Witten – Angehende Zahn- und Humanmediziner erhalten künftig an der Universität Witten/Herdecke Vorlesungen zur Schlafmedizin. „30 Millionen Menschen in Deutschland schnarchen, zwei bis vier Prozent der Menschen im Alter der Erwerbstätigen leiden an einem so genannten Schlaf-Apnoe-Syndrom, das heißt, bei ihnen setzt die Atmung aus und das Gehirn wird nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt“, sagte Rolf Hinz, Kieferorthopäde an der Universität.

„Als Folge einer unbehandelten Schlafapnoe treten meistens weitere chronische Gesundheitsstörungen auf, und zwar Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkte sowie Schlaganfälle“, berichtet Georg Nilius, Chefarzt der Lungenheilkunde an der Helios-Klinik Hagen-Ambrock. Außerdem sei die Wahrscheinlichkeit für einen plötzlichen Herztod höher.

Die Universität Witten/Herdecke bietet ab dem kommenden Semester dazu Vorlesungen an. „Uns geht es darum, dass die Studierenden schon im Studium von diesen Dingen gehört haben. Denn nur so können sie später in Kliniken und Praxis ein Gespür für diese Erkrankungen entwickeln, denn sie haben mit allen Disziplinen der Medizin Berührungspunkte“ begründet Hinz die Entscheidung. © hil/aerzteblatt.de

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