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Politik

Staatsanwaltschaft prüft Organvergabe an Münchner Klinik

Dienstag, 2. Oktober 2012

München – Die Staatsanwaltschaft München will den Verdacht auf vorsätzliche Manipulation bei der Vergabe von Organen am Klinikum rechts der Isar in München untersuchen. Die jüngsten Erkenntnisse würden in den „Prüfvorgang" mit einfließen, sagte heute ein Sprecher der Anklagebehörde.

Zuvor hatte das Krankenhaus dem Gesundheits- und dem Wissenschaftsministerium mitgeteilt, dass womöglich doch Laborwerte vorsätzlich gefälscht worden waren, um einen Patienten bei der Organverteilung gezielt zu bevorzugen. Bis dato war die Klinikleitung noch davon ausgegangen, dass lediglich Fehler gemacht wurden. Insgesamt gibt es bei neun Lebertransplantationen am Klinikum rechts der Isar Auffälligkeiten, die derzeit von den Prüfungs- und Überwachungskommissionen an der Bundes­ärzte­kammer untersucht werden.

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Die Deutsche Hospiz Stiftung forderte, dass sich eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft mit den deutschen Organ-Skandalen befasst: Das Transplantationssystem sei bundesweit organisiert. Daher mache es keinen Sinn, dass die Ermittler an Ländergrenzen Halt machen müssten, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) müsse zudem sofort eine Task-Force einrichten. © dapd/aerzteblatt.de

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