NewsÄrzteschaftPatienten sollen unerwünschte Arzneimittel­wirkungen melden
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Patienten sollen unerwünschte Arzneimittel­wirkungen melden

Dienstag, 2. Oktober 2012

Berlin – Ein neues Meldesystem für unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) haben das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizin­produkte (BfArM) vorgestellt. Es soll dazu beitragen, dass Patienten und Verbraucher sich stärker an der sogenannten Pharmakovigilanz beteiligen.

Hintergrund sind europaweite Änderungen im Bereich der Pharmakovigilanz vom Dezember 2010. Eine entsprechende EU-Richtlinie sieht vor, dass Patienten und Verbrauchern der zuständigen Behörde UAW-Verdachtsfälle direkt melden, ohne dass hierfür die Bestätigung durch Angehörige eines Gesundheitsberufes notwendig wird. Die neue Gesetzgebung will zum einen die Rechte von Patienten fördern und andererseits ihre Erfahrungen in Hinblick auf die Verträglichkeit von Arzneimitteln nutzen.

Anzeige

In der heute gestarteten Testphase des gemeinsamen Projektes von PEI und BfARM wird ein vereinfachter UAW-Meldeweg durch Patienten erprobt, um eine schnelle Erfassung und Analyse der Berichte zu ermöglichen.

Über das gemeinsame Internetangebot der beiden Behörden haben Patienten und Verbraucher Zugang zu einem vereinfachten Meldeformular. Im Vergleich zum Meldeformular für Ärzte werden hier Daten wie Art der Meldung, Bewertung der Meldung und Qualifikation des Arztes nicht angefordert. Allerdings muss der Meldende seine Kontaktdaten offenlegen. PEI und BfARM betonten, dass die Meldung der UAW den Arztbesuch nicht ersetzt. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

6. Dezember 2019
Amsterdam/Bonn/Berlin – Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)
NDMA-Verunreinigungen in metforminhaltigen Arzneimitteln außerhalb der EU
4. Dezember 2019
München – Das krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) hat die Anwendung des MS-Therapeutikums Alemtuzumab (Lemtrada) bewertet. Hintergrund sind schwere Nebenwirkungen des Präparates
Kompetenznetz kommentiert Anwendung von Alemtuzumab bei Multipler Sklerose
4. Dezember 2019
Bonn – Das Arzneimittel Mecasermin, das zur Behandlung von Wachstumsstörungen bei Kindern und Jugendlichen zugelassen ist, kann offenbar auch das Wachstum von Tumoren fördern. Der Hersteller fordert
Kleinwuchs: Mecasermin fördert auch das Wachstum von gutartigen und bösartigen Neoplasien
28. November 2019
Berlin – Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat den Pharmakonzern Novartis dazu aufgerufen, das zwei Millionen Euro teure Medikament Zolgensma bis zu einer Zulassung für Deutschland kostenfrei
Ge­sund­heits­mi­nis­terium ruft zu Härtefallprogramm für Zolgensma auf
26. November 2019
Bonn – Arzneimittelbehörden verschiedener Länder haben Ärzte, medizinisches Fachpersonal und Patienten in einer gemeinsamen Kampagne aufgerufen, Verdachtsfälle von Arzneimittelnebenwirkungen zu
Kampagne ruft zum Melden von Arzneimittelnebenwirkungen auf
25. November 2019
Berlin – Die Zahl der Meldungen von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) an die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) durch Ärzte ist angestiegen. „Wir hoffen, in diesem Jahr
Ärzte melden mehr Nebenwirkungen an Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft
20. November 2019
Sydney – Die regelmäßige Einnahme von Statinen hat in einer prospektiven Beobachtungsstudie die kognitiven Fähigkeiten von älteren Patienten nicht beeinträchtigt. Bei Patienten mit Herzerkrankungen
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER