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Ausland

Embryonenforschung: Frankreich will Verbot aufheben

Freitag, 5. Oktober 2012

Paris – Die sozialistische Regierung in Frankreich will das geltende Forschungsverbot an menschlichen Embryonen überdenken. Die Regierung sei bereit, das Verbot rückgängig zu machen, zitieren französische Medien heute die Präsidentin der Kommission für soziale Angelegenheiten der Französischen Nationalversammlung, Catherine Lemorton (PS). Frankreich sei bezüglich der geltenden Bioethikgesetze „zurückgeblieben“.

Sie habe bereits eine entsprechende Anfrage an das zuständige Ministerium gerichtet und eine positive Antwort erhalten, betonte Lemorton. Die Frage einer neuen Gesetzgebung liege „auf dem Tisch“.  Eine Aufhebung des Forschungsverbots werde für Fortschritte in der Industrie sorgen. „Dieses Stück Materie“ solle den französischen Wissenschaftlern nicht entgehen, so Lemorton.

Die Forschung an menschlichen Embryonen ist in Frankreich im Grundsatz verboten. Ausnahmen gebe es nur in streng begrenzten Einzelfällen, heißt es in dem im Juli 2011 unter der konservativen Regierung Sarkozy verabschiedeten Bioethikgesetz. Laut Revisionsklausel muss es spätestens innerhalb von sieben Jahren überprüft werden. © kna/aerzteblatt.de

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