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Politik

Heubisch kündigt rasche Prüfung neuer Transplantations­vorwürfe an

Freitag, 5. Oktober 2012

München – Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) hat eine rasche Prüfung neuer Berichte über Unregelmäßigkeiten bei Lebertransplantationen am Münchner Klinikum rechts der Isar zugesichert. Heubisch sagte heute, er habe für den morgigen Samstag eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Das Gremium werde sich intensiv mit den Vorgängen befassen.

Der FDP-Politiker schloss auch „personelle Konsequenzen“ nicht aus. Zunächst müsse jedoch die Faktenlage geklärt werden. Danach werde er gegebenenfalls „durchgreifen“. Fest stehe bereits, dass es in dem Klinikum auch „aktive Manipulationen“ gegeben habe.
Die Süddeutsche Zeitung hatte zuvor geschrieben, Experten zufolge werde an dem Klinikum rechts der Isar zu lax mit der Aufnahme von Patienten auf die Warteliste umge­gangen.

So seien dort auch Alkoholkranke mit Spenderorganen versorgt worden. Das Lebertransplantations-Programm am Klinikum habe unter Druck gestanden, seit im Jahr 2006 der Wissenschaftsrat die geringe Zahl der dort verpflanzten Lebern moniert hatte.
Heubisch stellte klar: „Weder mein Ministerium noch das bayerische Gesundheits­ministerium haben hier Druck ausgeübt.“

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Ziel sei insgesamt eine Qualitätssteigerung gewesen. Die Anzahl der Transplantationen sei dabei nur eines von mehreren Kriterien, das Rückschlüsse auf Erfahrung und Routine eines Transplantationszentrums ermögliche. © dapd/aerzteblatt.de

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