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Ärzteschaft

Protesttag am 10. Oktober: Kundgebungen und Praxisschließungen

Montag, 8. Oktober 2012

Berlin – In vielen deutschen Großstädten werden am 10. Oktober Arztpraxen nur mit reduziertem Personal arbeiten oder schließen. Das kündigte die Allianz Deutscher Ärzteverbände an.

„Das ist nur der Beginn der öffentlichen Auseinandersetzung mit den gesetzlichen Kranken­kassen in Deutschland“, sagte der Sprecher der Allianz, Dirk Heinrich. Er betonte, es gehe bei der Auseinandersetzung im Grunde darum, ob künftig die Kranken­kassen die medizinische Entwicklung maßgeblich bestimmen sollten, oder ob das nicht Aufgabe von Medizinern und Wissenschaftlern sei. Er kritisierte, die Krankenkassen „mutieren gerade zu Sparkassen – deren Vertreter sind weit weg von der medizinischen Versorgung in den Praxen und den gesundheitlichen Bedürfnissen ihrer Versicherten“, so Heinrich.

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Laut der Allianz der Ärzteverbände ist der Aktionstag am 10. Oktober nur der Auftakt von vielen weiteren Protestaktionen, die noch folgen sollen. „Wir werden auch einen Schlichterspruch gegen die Interessen der Ärzteschaft und damit auch gegen eine Verschlechterung der ambulanten Versorgung unserer Patienten nicht akzeptieren“, so Heinrich.

Die für Mittwoch geplanten Protestveranstaltungen werden laut der Allianz viele Ärzte gemeinsam mit ihren Medizinischen Fachangestellten besuchen. Die meisten Kund­gebungen sind zwischen 10 und 13 Uhr vor Filialen von gesetzlichen Krankenkassen geplant.  

Auf Einschränkungen in der Behandlung von Patienten hat die Kassenärztliche Vereini­gung Baden-Württemberg hingewiesen. „Selbstverständlich bleiben die Ärzte und Psycho­therapeuten ihrer Verantwortung gegenüber den Patienten weiterhin treu. Notfall­patienten werden daher weiterhin behandelt“, sagte der KV-Vorstandsvorsitzende Norbert Metke. Er empfahl Patienten, sich am Mittwoch erst bei ihrem Arzt zu erkundigen, ob die Praxis geöffnet habe. © hil/aerzteblatt.de

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