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Ärzteschaft

Verbände unterstützen Aktionstag in Arztpraxen

Dienstag, 9. Oktober 2012

Berlin – Verschiedene freie Ärzteverbände haben angekündigt, den morgigen bundes­weiten Aktionstag „Praxis ohne Mitarbeiter“ zu unterstützen, mehrere Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) haben Verständnis und Zustimmung signalisiert.

„Das aktuelle Angebot der Kassen ist ein Einstieg in ihre langfristige Strategie, die ärzt­liche Versorgung auf ein rudimentäres Niveau herunter zu fahren“, sagte der Vorsitzende des Hartmannbundes (HB), Klaus Reinhardt. Er warb bei den Patienten um Verständnis für die morgigen bundesweiten Protestmaßnahmen und ermunterte sie ausdrücklich, mit ihren Ärzten und dem Praxispersonal über die finanzielle Situation der Arztpraxen in Deutschland zu sprechen.

„Die Krankenkassen haben bisher kein neues Angebot unterbreitet und setzen auf eine Blockadehaltung, die aus unserer Sicht unerhört ist“, sagten der MEDI Vorsitzende Werner Baumgärtner und der Vorsitzende der Gemeinschaft Fachärztlicher Berufs­verbände Baden-Württemberg (GFB), Bernd Salzer. Beide riefen ihre Mitglieder auf, sich am Aktionstag zu beteiligen und einen Teil ihres Personals freizustellen.

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Für Baden-Württemberg hätten sich der Kinderärzteverband und der Verband der Pulmologen auf Bundesebene dazu bereit erklärt, Demonstrationen vor Krankenkassen zu organisieren. „Denjenigen Kollegen, die nicht an Selektivverträgen teilnehmen, empfehlen wir die Praxen zu schließen und eine regionale Vertretung zu organisieren“, so Baumgärtner und Salzer.

Unterstützung kam auch von den KVen: So hatten schon am vergangenen Samstag die Mitglieder der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KV Hessen einstimmig eine Resolution verab­schiedet, in der sie sich mit den Zielen des für Mittwoch geplanten bundesweiten Aktionstages solidarisieren.

Ein Fortbildungs- und Informationstag für Ärzte und Psychotherapeuten zum aktuellen Honorarkonflikt kündigte die KV Niedersachsen für den 10. Oktober an. „Die ambulante Versorgung wird in Niedersachsen sichergestellt sein. Praxisschließungen und unter­stützende Aktionen in den Regionen sind aber nicht auszuschließen“, hieß es aus der KV. © hil/aerzteblatt.de

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