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Dresdner Uniklinikum entwickelt Betreuungskonzept für Eltern Frühgeborener

Dienstag, 9. Oktober 2012

Dresden – Ein Betreuungskonzept namens „FamilieNetz“ hat der Fachbereich Neona­tologie/Pädiatrische Intensivmedizin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden ins Leben gerufen. Hauptanliegen ist, die durch die Frühgeburt erschwerte Eltern-Kind-Bindung zu fördern. Nach einer erfolgreichen Pilotphase wird die AOK plusFamilienNetz“ künftig mit einem sechs­stelligen Betrag finanzieren.

Etwa zehn Prozent aller Neugeborenen in Deutschland sind Frühgeborene und kommen bis zu 16 Wochen vor dem erwarteten Geburtstermin zur Welt. „Neben möglichen Organschäden sind es auch psychosoziale Faktoren, die die Langzeitentwicklung dieser Kinder beeinflussen und sich damit langfristig auf deren gesundheitlichen – insbeson­dere neurobiologischen – Zustand auswirken“, sagte Mario Rüdiger, Leiter des Fach­bereichs Neonatologie/Pädiatrische Intensivmedizin an der Uni-Kinderklinik.

Das Uniklinikum baue psychosoziale Angebote auf, um eine neue Stufe der Betreu­ungsqualität zu erreichen. „FamilieNetz“ soll die psychologisch-sozialmedizinische Versorgung von Frühgeborenen verbessern, was die Langzeitentwicklung der Frühchen positiv beeinflussen soll. Dazu werden die Eltern während der Zeit des stationären Klinikaufenthalts in der selbstständigen Pflege und Versorgung des Frühgeborenen geschult und zur Neu-Organisation der Familie befähigt.

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„Wichtig erscheint uns besonders das frühzeitige und aktive Einbeziehen der Eltern in die Betreuung. Durch diese gefestigte Eltern-Kind-Bindung wächst der Nachwuchs gesünder auf“, fasste Rolf Steinbronn, Vorstandsvorsitzender der AOK Plus die Erwartungen der Krankenkasse an das Projekt zusammen. © hil/aerzteblatt.de

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