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Ärzteschaft

Keine Einigung beim Streit um Grippe-Impfstoffe

Dienstag, 9. Oktober 2012

Hamburg – Die Hausärzte in Hamburg haben die Krankenkassen erneut aufgefordert, Grippeimpfstoffe freizugeben. Hintergrund ist, dass die Kassen in diesem Jahr einen Rabattvertrag für den aktuellen Grippeimpfstoff abgeschlossen haben, dieser offenbar aber erst ab November in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

Bei dem rabattierten Impfstoff handelt es sich um Begripal® (ohne Kanüle) der Firma Novartis. Als Ersatzimpfstoffe werden bis zur Auslieferung von Begripal ohne Kanüle laut dem Hausärzteverband die ebenfalls von Novartis produzierten Impfstoffe Begripal mit Kanüle, Fluad® und Optaflu® angeboten.

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Der Hausärzteverband kritisiert jedoch, dass von Begripal mit Kanüle nur „kleinste Mengen“ ausgeliefert würden. Fluad sei erst ab dem 65. Lebensjahr zugelassen, und rufe häufiger Lokalreaktionen hervor. Bei Optaflu wiederum gebe es Bedenken bezüglich der langfristigen Verträglichkeit. „Da auf dem Markt außerhalb des Rabattvertrages gut verträglicher, langjährig erprobter, konventioneller Impfstoff zur Verfügung steht, werden viele Hausärzte ihre Patienten nicht ohne Not einem Risiko aussetzen und ihnen somit von Optaflu abraten“, hieß es aus dem Hausärzteverband.

Er kritisierte, wegen der Unsicherheiten könne die Durchimpfungsrate in dieser Saison geringer sein als sonst. „Dilettantisch umgesetzte intransparente Rabattverträge bringen so Menschenleben in Gefahr“, kritisierte der Verband. © hil/aerzteblatt.de

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