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Leichter Sport dreimal pro Woche bei Migräne günstig

Dienstag, 9. Oktober 2012

Kiel – Migränepatienten, die dreimal pro Woche leichten Sport treiben, haben 20 bis 45 Prozent weniger Kopfschmerzattacken. Das ergaben zwei Studien von Medizinern und Psychologen um Stephanie Darabaneanu und Claudia Overath vom Universitätsklinikum Kiel, auf welche die Deutsche Schmerzgesellschaft jetzt hingewiesen hat.

In der ersten Studie teilten die Mediziner die Patienten, die vorher keinen Sport getrieben hatten, in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe änderte nichts an ihrem Verhalten, trieb also weiterhin keinen Sport. Die andere traf sich zehn Wochen lang dreimal pro Woche mit einem Trainer zum Joggen. „Es war ein leichtes halbstündiges Intervalltraining mit Gehpausen, welches die Leistungsgrenze der Probanden nicht überschritt “, erklärte Overath. Die Teilnehmer führten vor, während und nach der Studie ein Kopfschmerz­tagebuch. Ergebnis nach zehn Wochen: Die Migräneanfälle hatten sich bei den Sportlern um 45 Prozent reduziert.

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Als nächstes wollten die Forscher wissen, ob die Intensität des Trainings einen Einfluss auf das Ergebnis hat. Sie verglichen eine Gruppe Migränepatienten, die zehn Wochen lang dreimal wöchentlich joggten, mit einer anderen Gruppe, die dreimal wöchentlich walken ging. Bei beiden Patientengruppen reduzierten sich die Attacken um je 20 Prozent.

„Ob man Joggen oder Walken geht, ist also nicht wichtig, Hauptsache, man verschafft sich regelmäßig Bewegung“, so das Fazit der Wissenschaftler. Sie führen den Effekt darauf zurück, dass Ausdauersport auf Dauer den Stresslevel senke, vergleichbar mit Entspannungstraining. © hil/aerzteblatt.de

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