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Apotheker fordern „personalisierte Pharmazie“

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Greifswald – Mehr personalisierte Medizin und in diesem Zusammenhang eine „personalisierte Pharmazie“ hat die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) gefordert. „Die Verschreibung von Medikamenten liegt zu Recht in der Hand der Ärzte“, hieß es heute aus der Fachgesellschaft. Aber die Ärzte nutzen die Möglichkeiten der modernen Gendiagnostik nach Auffassung der DPhG zu wenig, wenn es darum geht, das bestmögliche Medikament für einen individuellen Patienten zu finden.

Sei die genetische Ausstattung eines Patienten hinsichtlich der arzneistoffrelevanten Gene bekannt, sei es möglich, für jeden Patienten individuell das richtige Medikament in der richtigen Dosierung auszuwählen. „Die personalisierte Pharmazie kann die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Medikamenten entscheidend verbessern“, so Dieter Steinhilber vom Institut für Pharmazie der Universität Frankfurt am Main.

Heute sei es möglich, mit einer Speichelprobe diejenigen Gene zu analysieren, die für die Verstoffwechselung einer Vielzahl von Medikamenten in unterschiedlichen Indikationsgebieten zuständig sind.

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Das Gendiagnostikgesetz von 2010 habe die Anordnung und Interpretation genetischer Tests unter einen sogenannten Arztvorbehalt gestellt. Die DPhG fordert nun, dass im Bereich der Arzneimitteltherapie nicht nur Ärzte, sondern auch Apotheker in das Gendiagnostikgesetz einbezogen werden.

„Apotheker sind als staatlich anerkannte Arzneimittel-Experten bestens qualifiziert, arzneimittelbezogene Gentests zu veranlassen und die Ergebnisse gemeinsam mit dem Arzt und den Patienten zu besprechen“, konkretisierte Steinhilber die Forderung. © hil/aerzteblatt.de

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