NewsVermischtesApotheker fordern „personalisierte Pharmazie“
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Apotheker fordern „personalisierte Pharmazie“

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Greifswald – Mehr personalisierte Medizin und in diesem Zusammenhang eine „personalisierte Pharmazie“ hat die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) gefordert. „Die Verschreibung von Medikamenten liegt zu Recht in der Hand der Ärzte“, hieß es heute aus der Fachgesellschaft. Aber die Ärzte nutzen die Möglichkeiten der modernen Gendiagnostik nach Auffassung der DPhG zu wenig, wenn es darum geht, das bestmögliche Medikament für einen individuellen Patienten zu finden.

Sei die genetische Ausstattung eines Patienten hinsichtlich der arzneistoffrelevanten Gene bekannt, sei es möglich, für jeden Patienten individuell das richtige Medikament in der richtigen Dosierung auszuwählen. „Die personalisierte Pharmazie kann die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Medikamenten entscheidend verbessern“, so Dieter Steinhilber vom Institut für Pharmazie der Universität Frankfurt am Main.

Heute sei es möglich, mit einer Speichelprobe diejenigen Gene zu analysieren, die für die Verstoffwechselung einer Vielzahl von Medikamenten in unterschiedlichen Indikationsgebieten zuständig sind.

Anzeige

Das Gendiagnostikgesetz von 2010 habe die Anordnung und Interpretation genetischer Tests unter einen sogenannten Arztvorbehalt gestellt. Die DPhG fordert nun, dass im Bereich der Arzneimitteltherapie nicht nur Ärzte, sondern auch Apotheker in das Gendiagnostikgesetz einbezogen werden.

„Apotheker sind als staatlich anerkannte Arzneimittel-Experten bestens qualifiziert, arzneimittelbezogene Gentests zu veranlassen und die Ergebnisse gemeinsam mit dem Arzt und den Patienten zu besprechen“, konkretisierte Steinhilber die Forderung. © hil/aerzteblatt.de

zum Thema
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. November 2019
Hannover – Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat sich gegen Pläne ausgesprochen, dass Apotheker in Zukunft impfen dürfen. Impfungen seien eine komplexe ärztliche Aufgabe, die nicht
KV Niedersachsen gegen Impfung in der Apotheke
14. November 2019
Berlin – Das Masernschutzgesetz von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) ist heute nach seiner zweiten und dritten Lesung im Bundestag gegen die Stimmen der AfD-Fraktion und bei einigen
Bundestag beschließt Masernschutzgesetz
28. Oktober 2019
Frankfurt/Main – Die Apotheken in Hessen klagen immer häufiger über Lieferengpässe bei Arzneimitteln. Die Landesapothekerkammer Hessen sieht die Politik in der Pflicht. „Wir haben noch nie so viel
Lieferengpässe in hessischen Apotheken nehmen zu
24. Oktober 2019
Berlin – Ärztliche Verbände positionieren sich weiter gegen eine Ausweitung der Impfkompetenz auf Apotheker. Bei der Anhörung im Gesundheitsausschuss im Deutschen Bundestag machten Vertreterinnen von
Experten gegen Impfungen in Apotheken
22. Oktober 2019
Berlin – Das Honorar der Apotheker erhöht sich um knapp 55 Millionen Euro jährlich, weil der Zuschlag zur Förderung des Notdienstes und der Zuschlag bei der Abgabe von speziellen Arzneimitteln wie zum
55 Millionen Euro mehr für Apotheken
21. Oktober 2019
Dortmund – Mit Unverständnis begegnet die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) dem gesetzlichen Vorhaben, Grippeschutzimpfungen im Modellversuch künftig auch in Apotheken zu ermöglichen.
KV Westfalen-Lippe lehnt Grippeschutzimpfung in Apotheken ab
11. Oktober 2019
Köln – Nach dem Tod einer jungen Mutter und ihres Babys durch vergiftete Glukose aus einer Kölner Apotheke ermittelt die Staatsanwaltschaft nun gegen zwei Mitarbeiter des Geschäfts. Die Verunreinigung
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER