NewsPolitikMediziner gegen Organspende nach Herzversagen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Mediziner gegen Organspende nach Herzversagen

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Berlin – Das Ethikrat-Mitglied Eckhard Nagel lehnt den Vorschlag der Deutschen Transplantationsgesellschaft ab, Organe bereits nach dem Herztod für eine Organspende zu entnehmen. Für das Vertrauen in die Transplantationsmedizin sei es „ganz wesentlich“, eine sichere Todesfeststellung zu haben, sagte der Ärztliche Direktor des Essener Universitätsklinikums heute im Deutschlandradio Kultur. „Die ist im Hinblick auf die Organentnahme nur mit dem Hirntod möglich.“

Eine Diskussion über die Feststellung des Todes zu Organentnahme zu entfachen, bezeichnete Nagel als falschen Weg. „Was wir sicherlich nicht brauchen, in keinem Bereich der Medizin, sind Unsicherheiten für die Patientinnen und Patienten oder für die Gesellschaft“, betonte Nagel.

Anzeige

Während der Hirntod von Neurologen oder Neurochirurgen eindeutig festgestellt werden könne, werde der Herztod in der Medizin mittlerweile als „rückgängig machbar“ angesehen: „Wenn ich ein Herzversagen habe, dann kann zum Beispiel eine Wiederbelebungsmaßnahme durch eine Herzmassage – das kennen viele – dazu führen, dass der Kreislauf wiederaufgenommen wird.“ Das sei der Grund, warum in Deutschland eine Entnahme von Organen nach einem Herztod nicht erlaubt sei. © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #111935
Hans Peter Boden
am Samstag, 27. Oktober 2012, 16:43

Cleveland

War bislang ebenfalls überzeugter Organspender und Ausweisinhaber. Durch die zunehmenden unglaublichen Skandale betr. die Transplantationen - Spitze des Eisbergs? - kann ich jetzt nur noch von einem "lukrativen Ausweiden" sprechen. Dieses schreibt ein 73-jähriger Kollege, der sich durchaus seit längerer Zeit schon mit dem Sterben auseinandersetzt.
Avatar #111935
Hans Peter Boden
am Samstag, 27. Oktober 2012, 16:43

Cleveland

War bislang ebenfalls überzeugter Organspender und Ausweisinhaber. Durch die zunehmenden unglaublichen Skandale betr. die Transplantationen - Spitze des Eisbergs? - kann ich jetzt nur noch von einem "lukrativen Ausweiden" sprechen. Dieses schreibt ein 73-jähriger Kollege, der sich durchaus seit längerer Zeit schon mit dem Sterben auseinandersetzt.
Avatar #104249
Senbuddy
am Donnerstag, 11. Oktober 2012, 20:31

Was diesen Transplanteuren wohl noch alles einfällt...

...wann man denn "mal so eben" Organe entnehmen könnte oder sollte. Manchmal graut mir vor den Forderungen dieser Leute. Ich weiß schon, warum ich kein Spender bin...

Viele Grüße
S.
Avatar #101627
muemaus
am Donnerstag, 11. Oktober 2012, 20:00

Organspender: "Vertrauensbildende Massnahmen"

Da bleibt dem bisherigen Inhaber eines Spenderausweises nur eine Alternative: Ausweis schreddern.
LNS

Nachrichten zum Thema

21. März 2019
Berlin – Die Einführung einer Widerspruchslösung bei der Organspende, bei der jeder Mensch in Deutschland automatisch als Organspender gelten soll, sofern er dem nicht widersprochen hat, ist
Sachliche Debatte um Widerspruchsregelung
19. März 2019
München – Organspende sollte bereits an Schulen ein Thema sein. Dafür hat sich der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), Matthias Anthuber, ausgesprochen. Dies sei nötig, um die
Organspende sollte Thema an Schulen sein
18. März 2019
Berlin – Eine Widerspruchsregelung, nach der jeder als Spender gilt, der eine Organspende nicht ablehnt, bekommt in der Bevölkerung keine Mehrheit. Nur gut jeder Dritte votierte in einer aktuellen
Umfrage sieht bei Organspende keine Mehrheit für Widerspruchsregelung
15. März 2019
Berlin – Nach der Verabschiedung im Bundestag hat der Bundesrat heute zwei Reformen gebilligt. Die Länderkammer segnete sowohl die Novelle des Transplantationsgesetzes als auch die Neuregelungen beim
Bundesrat lässt Gesetze zu Transplantation und Schwangerschaftsabbrüchen passieren
27. Februar 2019
London – Englische Parlamentarier haben laut Medienberichten vom Dienstagabend ein Gesetz zur Neuregelung von Organspenden verabschiedet. Demnach soll künftig von der Zustimmung des möglichen Spenders
Organspende: Widerspruchslösung in England eingeführt
26. Februar 2019
Düsseldorf – Nordrhein-Westfalens Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) hat den Krankenhäusern eine Schlüsselrolle bei der Gewinnung von mehr Organspenden zugewiesen. Wichtig sei dort die
Laumann betont Schlüsselrolle der Krankenhäuser bei Organspenden
26. Februar 2019
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hat die Pläne der Politik begrüßt, das Transplantationsgesetz zu verändern und damit unter anderem die
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER