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Politik

AOK lehnt Abschaffung der Praxisgebühr ab

Freitag, 12. Oktober 2012

Berlin – Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) lehnen eine Abschaffung der Praxisgebühr als Reaktion auf die Milliardenüberschüsse der Kassen ab. Die Gelder sollten besser in die Verbesserung der Versorgung investiert werden, sagte AOK-Chef Jürgen Graalmann am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". Das habe auch eine Befragung der Versicherten ergeben. Auch komme eine Abschaffung der Praxisgebühr bei den Einkommensschwachen gar nicht an. Graalmann schlug zudem vor, nach der Bundestagswahl alle Zuzahlungen für die Patienten auf den Prüfstand zu stellen.

Der Gesundheitsfonds als zentrale Sammelstelle für die Kassenbeiträge wird neuen Schätzungen zufolge Ende des Jahres ein Plus von 12,7 Milliarden Euro aufweisen. Zusammen mit den Reserven bei den Kassen ergibt sich ein Finanzpolster von mehr als 25 Milliarden Euro. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr (FDP) pocht daher auf eine Abschaffung der Praxisgebühr, was die Union aber ablehnt.
© dapd/aerzteblatt.de

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trian
am Dienstag, 16. Oktober 2012, 15:01

auch wieder an der Praxis vorbei

"Auch komme eine Abschaffung der Praxisgebühr bei den Einkommensschwachen gar nicht an." Meine Erfahrung ist, dass Einkommensschwache häufig keine 10 Euro haben, um die "Praxisgebühr" zahlen zu können und deshalb den notwendigen Arztbesuch auslassen. Die Kassen sollten das Geld behalten (eine Auszahlung ist wie eine Rentenerhöhung von 0,04 €, die per Post mit einer 0,55 € Briefmarke mitgeteilt wird) und für schlechte Zeiten ansparen! Letztendlich ist das Drumherum egal, wenn diese völlig sinnlosen Gebühr nur verschwindet!!
LNS

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