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Prognose der Herzinsuffizienz hat sich verbessert – neue Leitlinien 2012

Freitag, 12. Oktober 2012

Hamburg – Die Prognose und Lebensqualität von Patienten mit Herzinsuffizienz hat sich in den vergangenen Jahren verbessert. Das sagte Stefan Störk vom Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz, Würzburg, auf einer Pressekonferenz anlässlich der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und der Jahrestagung der Arbeits­gruppe Rhythmologie in Hamburg. Störk wies daraufhin, dass aktualisierte Leitlinien der Europäischen Kardiologengesellschaft (ESC) die entsprechenden Neuerungen in Diagnostik und Therapie enthielten.

„Die ESC-Leitlinien von 2012 betonen die Bedeutung der Echokardiographie zur Diagnose­stellung. Darüber hinaus sollte bei allen Patienten mit Verdacht auf Herzin­suffizienz auch ein EKG und eine Labor-Untersuchung durchgeführt werden“; so Störk. Sei eine Echokardiographie nicht in akzeptabler Zeit verfügbar, könne die Bestimmung der natriuretischen Peptide aus dem Blut hilfreich sein: „Finden sich dabei sehr niedrige Werte, ist eine Herzinsuffizienz praktisch ausgeschlossen“, so der Experte.

Auch im Hinblick auf die Behandlung der Herzinsuffizienz haben sich durch die aktualisierten ESC-Leitlinien Neuerungen ergeben. Störk nannte vor allem eine Aufwertung der Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten (MR-Antagonisten). Diese Wirkstoffe (Spironolacton oder Eplerenon) sollten nun nicht mehr erst bei fortge­schrittener, sondern bereits bei mäßiger Herzinsuffizenz (New York Heart Assoziation Stadium II) zum Einsatz kommen. „Das Prinzip der Therapie bleibt jedoch gleich und heißt neurohumorale Blockade. Das bedeutet, dass der Stress, der durch verschiedene Botenstoffe auf das kranke Herz ausgeübt wird, reduziert werden soll“, erklärte Störk.

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Neu ist außerdem, dass Ärzte die kardiale Resynchronisations-Therapie früher im Krankheitsverlauf als bisher einsetzen könnten, also ein dem Herzschrittmacher ähnliches, implantierbares Gerät, das dafür sorgt, dass die Pumpleistung der beiden Herzkammern wieder synchron abläuft.

Störk wies außerdem auf die Empfehlungen zu Sport und Bewegung hin: „Körperliche, aerobe Bewegung führt zu einer Verbesserung der Belastbarkeit und der Symptome“, sagte er. Vor dem Training sollte sich der herzinsuffiziente Patient aber fachärztlich untersuchen lassen. © hil/aerzteblatt.de

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