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Sport in der Schwangerschaft schadet dem Kind nicht

Dienstag, 16. Oktober 2012

Hamburg – Gesunde Frauen können und sollten während einer Schwangerschaft Sport treiben. Die körperliche Anstrengung der Mutter schadet dem ungeborenen Kind nicht. Auf eine entsprechende Studie aus den USA hat jetzt die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) hingewiesen (Obstetrics & Gynecology 2012; 119: 603-610).

In der Untersuchung entkräften die Forscher die Annahme, dass Sport die Blutversorgung des Kindes drosselt: Mittels Doppler-Ultraschall hatten Linda Szymanski und Andrew Satin von der Johns Hopkins Universität in Baltimore den Blutfluss in der Nabelschnur von allerdings nur 45 ungeborenen Kindern bestimmt, nachdem die Schwangeren für 30 Minuten auf dem Laufband trainiert hatten. Bei einer mittleren Belastung von 40 bis 59 Prozent des maximalen Pulsschlags änderte sich das Blutflussverhalten in der Nabelschnur nicht. „Auch bei Frauen, die vorher keinen Sport getrieben hatten, kam es nicht zu Störungen in der Sauerstoffversorgung des Feten“, berichtet Annegret Geipel, Leiterin der Abteilung für Geburtshilfe und Pränatale Medizin am Universitätsklinikum Bonn und Vorstandsmitglied der DEGUM.

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„Auch nicht-trainierte Frauen sind ausdrücklich zur Aufnahme sportlicher Aktivitäten aufgefordert“, sagte Geipel. Wer regelmäßig schwimme, Rad fahre oder walke, vermeide eine übermäßige Gewichtszunahme in der Schwangerschaft und senke das Risiko für einen Schwangerschaftsdiabetes.

Diese Empfehlungen gelten laut der DEGUM allerdings nur für gesunde Frauen mit normalem Schwangerschaftsverlauf. Alle Teilnehmerinnen der Studie waren gesund, schlank und rauchten nicht. Bei Mehrlingsschwangerschaften, vorausgegangenen Frühgeburten, einer Gebärmutterhalsschwäche oder anderen Schwanger­schafts­störungen sollten Frauen zunächst ihren Gynäkologen konsultieren. Zudem sollten Schwangere nur Sportarten mit geringem Verletzungsrisiko betreiben. „Sportarten wie Skifahren, Reiten, Hockey oder Tauchen sind während der Schwangerschaft tabu“, hieß es aus der Fachgesellschaft. © hil/aerzteblatt.de

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