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Medizin

Cholesterin: Blutfette der US-Amerikaner gesunken

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Hyattsville – Bei der Fettleibigkeit belegen die US-Amerikaner zwar weltweit einen traurigen Spitzenplatz. Was die Blutfette betrifft, hält sich die Bevölkerung jedoch erstaunlich gut an die Empfehlungen der Ärzte. Cholesterin und Triglyzeride haben sich nach einer Studie im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2012; 308: 1545-1554) in den letzten Jahren weiter verbessert.

In den National Health and Nutrition Examination Surveys lassen die Centers for Disease Control and Prevention in regelmäßigen Abständen den Gesundheitszustand der Bevölkerung prüfen. Dabei werden auch Blutproben entnommen, in denen selbst­verständlich auch die Blutfette bestimmt werden.

Margaret Carroll vom National Center for Health Statistics in Hyattsville/Maryland hat die Daten der letzten drei repräsentativen Stichproben ausgewertet. Sie zeigen eine positive Entwicklung: Das Gesamtcholesterin ist seit 1988/94 von 206 auf 196 mg/dl in 2007/10 gesunken. Beim LDL-Cholesterin kam es in den 22 Jahren zu einem Rückgang von 129 auf 116 mg/dl. Das HDL-Cholesterin hat sich leicht von 50,7 auf 52,5 mg/dl verbessert.

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Zu verdanken ist dies in erster Linie den Statinen. Deren Einnahme hat sich im gleichen Zeitraum von 3,4 auf 15,5 Prozent mehr als vervierfacht. Unter den über 50-Jährigen nimmt heute jeder dritte US-Amerikaner (35 Prozent) den Cholesterinsenker. Doch das allein erklärt die Entwicklung nicht. Laut Carroll haben sich die Cholesterinwerte auch bei US-Amerikanern gebessert, die keine Statine einnehmen. Auch die Triglyzeridwerte sind sich nach einem zwischenzeitlichen Anstieg von 118 auf 123 auf 110 mg/dl gesunken.

Carroll vermutet, dass die US-Bürger heute weniger trans-Fettsäuren konsumieren und sich vielleicht generell gesünder ernähren. Der Anteil der ungesättigten Fettsäuren in der Ernährung sei allerdings nicht gesunken und die Bewegungsarmut habe die US-Bevölkerung auch nicht überwunden. © rme/aerzteblatt.de

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