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Diabetologen warnen vor Unterzuckerung bei alten Menschen

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Berlin – Vor einer Hyoglykämie bei alten Menschen warnt die Deutsche Diabetes Gesell­schaft (DDG). Diese Patienten seien besonders gefährdet, weil sie die Symptome einer Hypoglykämie häufig falsch deuteten. „Die Betroffenen fühlen sich dann hilflos, können leicht stürzen und sind akut gefährdet, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden“, erläuterte Ann-Kathrin Meyer, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Geriatrie der DDG und Chefärztin der Abteilung für Geriatrie an der Asklepios Klinik Wandsbek, Hamburg.

Die Patienten brächten typische Warnzeichen der Unterzuckerung wie Zittern oder Schwindel oft nicht mit dem Diabetes in Verbindung, sondern schöben sie auf ihr Alter oder andere Erkrankungen. Der behandelnde Arzt sollte diese Symptome daher unbedingt genau erklären.

Die Diabetestherapie und -einstellung bei Älteren unterscheide sich deutlich von dem bei Jüngeren, so Meyer. Nüchtern sollte der Blutzucker Werte zwischen 120 und 180 mg/dl betragen. Zum Vergleich: Das für Jüngere gültige Ziel für den Nüchternblutzucker liege bei 60 bis 100 mg/dl und bei 140 mg/dl zwei Stunden nach einer Mahlzeit.

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Der HbA1c-Wert sollte bei Senioren um sieben bis maximal acht Prozent betragen und sei damit ebenfalls deutlich höher als die pauschale Empfehlung eines Wertes von kleiner als 6,5 Prozent. „So lässt sich bei älteren Diabetespatienten ein Maximum an Lebensqualität herstellen“, so Meyer. © hil/aerzteblatt.de

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