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Politik

World Health Summit: Gesundheit braucht eine globale Perspektive

Sonntag, 21. Oktober 2012

dpa

Berlin – Unter dem Motto „Gesundheitsforschung und nachhaltige Entwicklung“ ist am Sonntag in Berlin der World Health Summit eröffnet worden. Zum vierten Mal treffen sich dort bis zum 24. Oktober mehr als 1.000 internationale Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft, um über die größten Herausforderungen für die Globale Gesundheit zu diskutieren.

„Unsere Vision ist es, die Gesundheit weltweit zu verbessern“, erklärte der diesjährige Summit-Präsident Michael Klag, Dekan der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore, bei einer Pressekonferenz im Vorfeld der feierlichen Eröffnung des Gipfels am Sonntagabend. „Gesundheit ist aber nicht nur die Abwesenheit von Krank­heit. Gesundheit bedeutet, dass jeder Mensch sein Potenzial ausschöpfen kann.“

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Neben der Medizin seien soziale Determinanten entscheidend für Gesundheit. Deshalb konzentriere sich ein Schwerpunkt des Gipfels auf die gesellschaftlichen Rahmen­bedingungen. Es gehe unter anderem darum, wie wissenschaftliche Erkenntnisse schneller im medizinischen Alltag, aber auch in der Politik umgesetzt werden können oder darum, wie die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise sich auf die Gesundheit auswirkt.

Mangel an Gesundheitsfachkräften: Ein globales Phänomen

57 Länder leiden an den Folgen eines gravierenden Mangels an Gesundheitsfachkräften respektive deren Abwanderung in reichere Länder. Migration und Braindrain sind Schwerpunktthemen beim 4. World Health Summit vom 21. bis 24. Oktober in Berlin, den „The Lancet“ und das „Deutsche Ärzteblatt“ als Medienpartner begleiten.

„Die Gesundheitssituation verbessert sich weltweit nicht in dem Maße, wie es der medizi­nische Fortschritt erwarten ließe“, sagte auch der Gründungspräsident des World Health Summit und ehemalige Vorstandsvorsitzende der Charité, Detlef Ganten. „Doch wir als Wissenschaftler können zu Veränderungen beitragen und politischen Einfluss ausüben, indem wir Themen auf die Tagesordnung setzen.“ Es gebe weltweit mehr als 130 unabhängige wissenschaftliche Akademien, die Regierungen beraten könnten.

An die Medizin appellierte Ganten, der Prävention mehr Gewicht einzuräumen. „Wir müssen unser Krankenversorgungssystem zu einem Gesundheitsversorgungssystem weiterentwickeln. Mit der Medizin, wie wir sie heute ausüben, können wir nicht in Zukunft acht bis neun Milliarden Menschen weltweit versorgen“, erklärte Ganten. „Erziehung ist die Impfung von morgen.“

Neben den sozialen Determinanten für Gesundheit beschäftigt sich der World Health Summit in den kommenden vier Tagen schwerpunktmäßig mit nicht übertragbaren Krankheiten wie Diabetes oder psychischen Erkrankungen sowie international zunehmende Risikofaktoren wie Fettleibigkeit und Alkoholismus. 

Veranstaltet wird der World Health Summit von der „M8 Alliance of Academic Health Centres, Universities and National Academies“, zu denen auch die Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore und die Charité Universitätsmedizin Berlin gehören.

Mangel an Gesundheitsfachkräften: Ein globales Phänomen

57 Länder leiden an den Folgen eines gravierenden Mangels an Gesundheitsfachkräften respektive deren Abwanderung in reichere Länder. Migration und Braindrain sind Schwerpunktthemen beim 4. World Health Summit vom 21. bis 24. Oktober in Berlin, den „The Lancet“ und das „Deutsche Ärzteblatt“ als Medienpartner begleiten.

© HK/aerzteblatt.de

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