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Schlaganfall-Hilfe fordert längerfristige Begleitung der Patienten

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Gütersloh – Rund 30 Prozent aller Schlaganfall-Patienten kennen die Ursache ihres Schlaganfalls nicht. Für die Patienten und ihre Angehörigen bedeutet dies eine große Unsicherheit. Darauf weist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hin. Sie kündigte an, den Weltschlaganfall-Tag am 29. Oktober unter das Motto „Sorge für dich – Schlaganfall-Ursachen erkennen und handeln“ zu stellen.

„Immer mehr Menschen überleben einen Schlaganfall, weil wir in der Akutversorgung große Fortschritte gemacht haben“, sagte die Vorsitzende der Deutschen Schlaganfall-Hilfe, Brigitte Mohn. Die Sekundärprophylaxe sei aber schwierig, wenn die Akutklinik die Ursache des Schlaganfalls nicht sicher festgestellt habe. „Deshalb ist es aus unserer Sicht wichtig, die Diagnosemöglichkeiten weiterzuentwickeln, Patienten besser aufzuklären und sie längerfristig zu begleiten“, so Mohn.

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Laut der Stiftung könnte ein Vorhofflimmern für viele unklare Schlaganfälle verantwortlich sein. „Ist Vorhofflimmern einmal erkannt, können wir es heute medikamentös gut behan­deln. Dennoch gibt es einen beachtlichen Prozentsatz von Patienten, die wir ohne Diagnose entlassen müssen“, sagte Wolf-Rüdiger Schäbitz vom Neurozentrum Bethel und Regional­beauftragter der Deutschen Schlaganfall-Hilfe. Grund dafür sei das unregelmäßige Auftreten des Vorhofflimmerns, das in vielen Fällen über Tage völlig symptomlos und klinisch unauffällig sein könne.

„In diesen Fällen muss eine weitere Diagnostik in der Rehabilitation und der Nachsorge stattfinden“, plädiert Schäbitz für eine sektorübergreifende, enge Vernetzung der Beteiligten. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe arbeitet deshalb an einem neuen Versorgungsmodell. Es beinhaltet Behandlungspfade und einen Schlaganfall-Lotsen, der die Behandlung über einen längeren Zeitraum koordiniert. © hil/aerzteblatt.de

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