NewsVermischtesAn Darmkeiminfektion verstorbenes Baby bereits beerdigt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

An Darmkeiminfektion verstorbenes Baby bereits beerdigt

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Berlin – Das in der Berliner Charité mit einem Darmkeim infizierte und später gestorbene Baby ist bereits beigesetzt worden. Darüber informierte die Charité am Mittwoch in einer Pressemitteilung, nachdem es zuvor Verwirrung um den Verbleib der Leiche gegeben hatte. Demnach hatte sie die Staatsanwaltschaft am Dienstag (23. Oktober) über die Identität des Säuglings und den Wohnort der Eltern informiert. „Nach unserem vorläu­figen Kenntnisstand wurde das Kind beigesetzt“, hieß es in der Mitteilung weiter. Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) warf der Charité unterdessen Defizite in der Informationspolitik vor. Dadurch seien Patienten und Angehörige unnötig verunsichert worden.

Zunächst hatten Medien am Mittwoch berichtet, dass die Berliner Staatsanwaltschaft nicht wisse, wo sich die Leiche des Säuglings befinde. Aus dem Deutschen Herzzentrum, in dem das Baby nach einer Herzoperation am 5. Oktober gestorben war, verlautete jedoch: „Der Weg des Leichnams des Kindes ist nachvollziehbar.“

Weitere infizierte Babys stabil
Der Berliner Staatsanwaltschaft erklärte zunächst, dass ihr die Identität des toten Babys nicht bekannt sei. Später informierte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, dass es am Dienstag Vorgespräche zwischen der Charité und der Mord­kommission gegeben habe. Die Staatsanwaltschaft sei aber erst am Mittwochnachmittag nach einem richterlichen Beschluss über Identität und Verbleib der Babyleiche offiziell informiert worden. Außerdem teilte Steltner mit, dass auch die Familie des gestorbenen Babys erst am Mittwoch über die Darmkeiminfektion informiert wurde, die zum Tod des Kindes geführt hatte.

Nach Angaben von Gesundheitssenator Czaja hatten die Ärzte nach dem Tod des Babys am 5. Oktober eine Obduktion des Leichnams vorgeschlagen. Dem hätten die Eltern des Kindes jedoch widersprochen. Das Kind sei dann am 12. Oktober auf einem Friedhof am Columbiadamm beerdigt worden.

Anzeige

Suche nach den Ursachen für die Serratien-Infektion an der Berliner Charité läuft

Berlin – Alle von den Serratien-Infektionen betroffenen Frühgeborenen an der Berliner Charité sind wieder stabil. Sie hätten gut auf die antibiotische Therapie angesprochen, erklärte heute Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Am vergangenen Wochenende war bekannt geworden, dass Anfang Oktober ein Neugeborenes an den Folgen einer Infektion mit Serratienkeimen gestorben war. Das Kind war nach einer Behandlung am Campus Virchow-Klinikum der Charité im benachbarten Deutschen Herzzentrum in Berlin operiert worden. Darüber hinaus sollen sich nach Klinikangaben bereits vor Monaten zwei Babys mit Serratien in der Charité angesteckt haben. Ob es einen Zusammenhang zu den jüngsten Vorfällen gibt, ist noch unklar. Außer dem gestorbenen Säugling hatten sich sieben weitere Säuglinge mit den Darmbakterien infiziert. Die Infektionszeichen seien weiterhin rückläufig, teilte die Charité mit.

Charité-Arzt attackiert - Kein Zusammenhang zu Keiminfektion
Ebenfalls im Virchow-Klinikum der Charité ist am Dienstag ein Mediziner in seinem Büro von zwei mit Stöcken bewaffneten Unbekannten angegriffen und schwer verletzt worden. Der 44-jährige Arzt wird mit einem Rippenbruch sowie diversen Prellungen und Schürfwunden in einem Krankenhaus behandelt, wie die Polizei mitteilte. Einen Zusammenhang mit dem Tod des Babys sieht die Polizei jedoch nicht. © dapd/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER