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Vermischtes

„Info-Telefon Psychotherapie“ der KV Westfalen-Lippe kommt beim Patienten gut an

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Dortmund – Seit rund einem halben Jahr erleichtert die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe über das „Info-Telefon Psychotherapie“ Patienten den Zugang zu ortsnahen psychotherapeutischen Behandlungsangeboten – offenbar mit Erfolg: So nahmen in den ersten Monaten fast 700 Menschen das Angebot an. Die meisten Anrufer waren dabei auf der Suche nach einem Therapieplatz. Von diesen wurden bis Ende August 241 Personen erfolgreich zu einer Behandlung vermittelt, davon 147 Erwachsene und 94 Kinder und Jugendliche. Das entspricht rund 35 Prozent.

„Es hat sich gezeigt, dass wir die Therapieplätze zwar nicht vermehren, aber mit Hilfe des Info-Telefons den Zugang zur Behandlung erheblich erleichtern können“, berichtet Angelika Enzian,  Psychologische Psychotherapeutin aus Paderborn und Initiatorin des Projektes. Besonders erfreulich sei, dass Psychotherapeuten freie Behandlungs­kapazitäten inzwischen zunehmend selbstständig melden würden. 

Das Info-Telefon für Psychotherapie wird auch in den kommenden Monaten weiter­geführt. Langfristig sei für eine ausreichende psychotherapeutische Versorgung jedoch vor allem eine höhere Anzahl an Psychotherapeuten erforderlich. Die entsprechenden Richtlinien werden derzeit in den obersten Gremien der gesetzlichen Kranken­ver­sicherung überarbeitet.

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„Es ist zu hoffen“, so Enzian, „dass sich bald weitere Kollegen in der Region niederlassen dürfen.“ Ein gut vernetztes und vor Ort verankertes Info-Telefon für Psychotherapie sei aber schon heute ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der ambulanten Patientenversorgung.

© hil/aerzteblatt.de

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Stephan.Blaschke
am Donnerstag, 25. Oktober 2012, 22:53

Leider nur für die Region Paderborn

Der beinahe euphorisch geschriebene Artikel erwähnt nicht, dass dieses Angebot leider nur im Raum Paderborn existiert und keineswegs im gesamten Kammerbezirk Westfalen-Lippe - dies kann jedoch der Original-Pressemitteilung der KVWL (http://www.kvwl.de/presse/pm/2012/pdf/2012_10_23.pdf) entnommen werden.
LNS

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