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Ärzteschaft

Übergewichtige nehmen durch finanzielle Anreize besser ab

Donnerstag, 25. Oktober 2012

dapd

Essen – Finanzielle Anreize helfen Übergewichtigen beim Abnehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI). Demnach verloren Studienteilnehmer, die für eine erfolgreiche Gewichtsreduktion eine Geldprämie von 150 beziehungsweise 300 Euro erhielten, doppelt so viel Gewicht wie die Mitglieder einer Gruppe ohne finanziellen Anreiz (Kontrollgruppe).

Während die Kontrollgruppe innerhalb des Untersuchungszeitraums von vier Monaten durchschnittlich nur 2,3 Prozent Gewicht abnahm, verloren Mitglieder der Prämiengruppen im Untersuchungszeitraum mehr als 5 Prozent ihres Ausgangsgewichts. Dieser Wert gilt in der Medizin bei Fettleibigen häufig als Schwelle, ab dem sich der Gesundheitszustand des Abnehmenden merklich verbessert.

Die Studie zeigt auch, dass der finanzielle Anreiz offenbar auf Männer und Frauen unterschiedlich wirkt. Während eine Verdopplung der Prämie bei männlichen Studienteilnehmern zu keiner merklich größeren Gewichtsreduktion führte, wurden die weiblichen Probanden offenbar durch die höhere Prämie stärker angespornt und verloren mehr Gewicht als bei der niedrigeren Prämie.

Insgesamt zeigt die RWI-Studie, dass finanzielle Anreize offenbar geeignet sind, um fettleibige Menschen bei der Gewichtsreduktion zu unterstützen. Darüber hinaus offenbarte die Auswertung der Fragebögen weitere Effekte der Prämien. Sie führten dazu, dass die Mitglieder der Prämiengruppen häufiger die Treppen statt den Aufzug benutzten und zwischen den Mahlzeiten seltener Snacks aßen. Die Frauen der höheren Prämiengruppe intensivierten zudem ihr Fitnesstraining. Gesundheitseffekte wie beispielsweise verbesserte Cholesterinwerte konnten nicht festgestellt werden. Anzeichen für eine Verbesserung des allgemeinen Gesundheitsempfindens gab es indes schon. hil © hil/aerzteblatt.de

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