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Medizin

Dengue-Fieber auf Madeira

Freitag, 26. Oktober 2012

Stockholm – Auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira ist das Dengue-Fieber ausgebrochen. Die ersten Erkrankungen gab es nach Informationen des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) bereits Anfang Oktober. In den vergangenen Tagen sind dann erste Erkrankungen bei Rückkehrern aufgetreten: Vier Patienten sind in Großbritannien, Frankreich und Schweden in Behandlung.

Weitere Importe sind wahrscheinlich, da sich die Epidemie auf Madeira in der letzten Wochen weiter ausgebreitet hat. Das portugiesischen Gesundheitsministerium (Direcção-Geral da Saúde) gab die Zahl der bestätigten Erkrankungen zuletzt mit 52 an. Hinzu kommen noch 404 Verdachtsfälle. In der Woche zuvor waren es noch 37 Erkrankungen und 262 Verdachtsfälle gewesen.

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Das Dengue-Fieber ist eine Viruserkrankung (4 Serotypen des Dengue-Virus), die durch Mücken (vor allem Aedes aegypti) übertragen wird. Die Gesundheitsbehörden raten deshalb den Urlaubern, sich vor Mückenstichen zu schützen. Wichtig ist dabei, dass Aedes ganztägig sticht und nicht zur in der Dämmerung wie die Malariamücke.

Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 12 Tage. Urlauber sollten deshalb in den ersten beiden Wochen nach der Rückkehr auf mögliche Symptome achten. Dazu gehören neben Fieber schwere Kopfschmerzen, retro-orbitale Schmerzen, Myalgien, Arthralgien und ein makulo-papulöser Ausschlag.

Die Erkrankung verläuft meistens milde. Bei weniger als 5 Prozent kann es jedoch zu einem hämorrhagischen Dengue-Fieber bis hin zum Kreislaufschock kommen. Eine frühzeitige medizinische Behandlung kann lebensrettend sein, obwohl die Therapie nur symptomatisch möglich ist. © rme/aerzteblatt.de

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