NewsPolitikPEI: Keine Gefahr für Patienten – Ärzte sollen weiter gegen Grippe impfen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

PEI: Keine Gefahr für Patienten – Ärzte sollen weiter gegen Grippe impfen

Freitag, 26. Oktober 2012

Köln – Nach der Rücknahme der Freigabe für zusammen rund 750.000 Impfstoffdosen der Grippeimpfstoffe Begripal und Fluad betont der Präsident des Paul-Ehrlich-Institutes (PEI), Klaus Cichutek, dass keine Gefahr für Patienten besteht und Ärzte weiterhin gegen Grippe impfen können.

5 Fragen an Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Institutes

DÄ: Welche Probleme bestanden bei den zurückgehaltenen beziehungsweise zurückgenommenen Chargen der Grippe­-Impfstoffe?
Cichutek: Bei Impfstoffen, die für den italienischen Markt bestimmt, aber noch nicht ausgeliefert waren, wurden Ausflockungen beobachtet. Rück­sprachen mit dem Hersteller Novartis und Untersuchungen haben gezeigt, dass auch bei einem Intermediat von Impfstoffen für Deutschland solche Ausflockungen auftraten, also bei Vorstufen des endgültigen Impfstoffes. Für alle Impfstoffchargen, die mit diesem Intermediat hergestellt wurden, haben wir die entsprechenden Freigaben widerrufen.

DÄ: Welche Konsequenzen könnte es haben, wenn Impfstoffe mit derartigen Ausflockungen verabreicht würden?
Cichutek Aus früheren Erfahrungen wissen wir, dass schwere Lokalreaktionen vorkommen könnten, es vor allem aber in seltenen Fällen zu systemischen anaphylaktoiden Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock kommen könnte.

Die Reaktionen treten innerhalb von Stunden auf. Bei Patienten, die vor einigen Tagen geimpft wurden, ist nicht mit Spätreaktionen zu rechnen.

DÄ: Sollen Ärzte nun eher abwarten oder weiter gegen Grippe impfen?
Cichutek: Die Grippeimpfung kann ununterbrochen weitergehen! Das PEI hat schnell und aus meiner Sicht angemessen reagiert und die Freigaben für Chargen mit möglichem Risiko zurückgezogen. Dies dient dem Schutz der Patienten. Unsere schnelle Reaktion zeigt, dass die Überwachung funktioniert. Die in Deutschland auf dem Markt befindlichen Grippe-Impfstoffe sind verträglich und wirksam.

Ich empfehle aber, Influenza-Impfstoffe vor dem Verabreichen einmal kurz aufzuschütteln und genau zu betrachten. Die Ausflockungen sind mit dem bloßen Auge gut zu erkennen. Ein Impfstoff mit Ausflockungen darf nicht verabreicht werden.

DÄ: Wie ist die aktuelle Versorgungssituation mit Grippeimpfstoffen?
Cichutek: Das PEI hat alles getan, um die Versorgung mit Impfstoff zu gewährleisten, indem es die Chargenfreigabe für bisher etwa 14 Millionen Influenza-Impfstoffdosen wie immer zügig erteilt hat. Vier Chargen des Impfstoffs Begripal und eine Charge des Impfstoffs Fluad, insgesamt rund 750.000 Impfstoffdosen, werden vom Hersteller zurückgerufen. Bei der Beseitigung möglicher lokaler Engpässe aufgrund von Herstellungsproblemen werden wir die Krankenkassen unterstützen.

DÄ: Mittelfristig sehen Sie also auch keine Gefahr für Engpässe?
Cichutek: Über die lokale Versorgungssituation haben wir keine Informationen und sind nicht zuständig. Insgesamt verläuft die Chargenfreigabe der Grippeimpfstoffe in diesem Jahr zeitlich leicht verzögert, weil die Impfstoffe auf Antigen eines neuen Influenza A- und eines neuen Influenza B-Stämme umgestellt werden mussten. Aber das liegt im Rahmen der normalen Schwankungen zwischen den einzelnen Jahren. Vorsorglich beraten wir gemeinsam mit den Krankenkassen und den Landesbehörden, mit welchen Maßnahmen wir einem möglichen Engpass begegnen können. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #110206
kairoprax
am Montag, 29. Oktober 2012, 15:41

Zweifel an der Unabhängigkeit und Objektivität des Paul-Ehrlich-Instituts sind geboten

Achtung, liebe Kollegen, das ist eine Warnung!

Was Herr Cichutek uns da anrät, ist eine Variante des MILGRAM-Experiments von 1961 "Bitte machen Sie weiter!" ( wenn Sie das nicht kennen, siehe unter http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment !).

"Keine Gefahr für Patienten?"
Wie kann man einen solchen Satz in den Mund nehmen? Was hat Herr Cichutek für eine Vorstellung von "Gefahr"? Wir haben den Tatbestand, daß bislang keiner der Geimpften ernsthaft erkrankt ist. Das heißt aber beoileibe nicht, das keine Gefahr bestünde. Herr Cichutek hätte allenfalls eine Formulierung gebrauchen können, die aussagt, daß bisher keine Schäden auftraten, daß sich das PEI aber darum, sorgt, ob das so bleibt oder es sich ändert.
Nur das ist wissenschaftlich vertretbar - wenn überhaupt!

Herr Cichutek hätte darauf hinweisen müssen, daß auf der Negativseite von Optaflu steht, daß es in den USA wegen seiner Herstellung noch nie eine Zulassung bekommen habe und daß es wegen der Trübungen in der Schweiz und in Italien aus der Zulassung genommen wurde.

Italiener, Schweizer und US-Amerikaner nehmen es genauer mit dem Risiko.
Das eigentlich unwägbare Risiko stammt doch von der Herstellung dieses neuen Impfstoffs. Die Produktion eines Impfstoffes unter der Verwendung von permanenten (unsterblichen) Zelllinien läßt sich keineswegs innerhalb der Zeit beurteilen, in der normele Impfreaktionen auftreten. Unsterbliche Zellinien sind Tumorzellkulturen. TUMOR-Zell-Kulturen, die gemeinhin auch als hoch-tumorige Zelllinien bezeichnet werden. Selbst wenn der Hersteller garantiert, daß keine dieser Zellen im Impfstoff zu finden sind, wie sieht das denn mit der verimpften DNS aus? Wir wissen, daß die Impfstoffe, die auf Hühnereiweiß gezüchtet werden bei aller Sotrgfalt immer wieder zu Allergien gegen Hühnereiweiß führen. Glaubt Herr Cichutek allen Ernstes, daß vergleichbare Immunreaktionen sich nicht auch mit dem Eiweiß aus Nierentumoren von Hunden ereignen können?

"Ärzte sollen weiter gegen Grippe impfen!"
Worin ist dieser Imperativ begründet?
Wenn man sich vor Augen führt, was die DNS, die aus diesen Zelllinien in die Impfstoffe gelangen und dann bewirken könnte, sind wir 1:1 beim MILGRAM-Experiment.

"Impfen Sie weiter?" - NEIN ! Wir müssen uns diesem Befehl eines Experimantators entgegenstellen, der uns auffordert wider alle Vernunft und Vorsicht zu handeln.
Nichts ist klar.
Nichts ist bewiesen, außer der Tatsache, daß wir seit Jahren hinter immer wieder neu mutierenden Virusstämmen herrennen und uns in einem riskanten Produktionswettkampf befinden.

Es ist nach den Vorfällen um Pandemrix ("Schweinegrippe") und jetzt Optoflu, Fluad oder Begripal hächste Zeit für ein Moratorium. In zehn oder zwanzig Jahren, wenn die Impfrisiken mit diesen Trojanischen Pferden tatsächlich absehbar sind, ist es zu spät.

Dr. Karlheinz Bayer, Bad Peterstal
LNS

Nachrichten zum Thema

30. November 2020
Tübingen – Der deutsche Biotechanbieter Curevac, der an einem Coronaimpfstoff arbeitet, schreibt weiter rote Zahlen. Im dritten Quartal lag der Nettoverlust bei 36,8 Millionen Euro (Vorjahresquartal:
Curevac schreibt weiter rote Zahlen
30. November 2020
Berlin – Eine knappe Mehrheit der Bevölkerung will sich gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen lassen. Nach einer heute veröffentlichten Umfrage der Barmer sind 53 Prozent der Menschen zu einer
Knappe Mehrheit will sich gegen Coronavirus impfen lassen
30. November 2020
New York – Der US-Pharmakonzern Moderna will als erstes Unternehmen die Zulassung für einen SARS-CoV-2-Impfstoff in der Europäischen Union (EU) beantragen. Der Antrag auf eine bedingte Zulassung solle
Moderna will Zulassung für Coronaimpfstoff in EU beantragen
30. November 2020
Genf – Eine Durchimpfungsrate von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung ist nach Ansicht von Experten der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) für eine wirkungsvolle Bekämpfung der Coronapandemie nötig. Es
Für Herdenimmunität Coronaimpfrate von bis zu 70 Prozent nötig
30. November 2020
Brüssel – Ungarn ist es nach Angaben der EU-Kommission freigestellt, den russischen Coronaimpfstoff „Sputnik V“ zu nutzen. Normalerweise sei zwar die Europäische Arzneimittelagentur EMA für die
Ungarn darf russischen Impfstoff „Sputnik V“ nutzen
27. November 2020
Berlin – Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) hat die Bundeswehr einem Bericht zufolge um logistische Hilfe bei der Vorbereitung der Impfungen gegen das Coronavirus gebeten. In einem Brief bat
Ministerium bittet Bundeswehr um Hilfe bei Impfvorbereitungen
27. November 2020
Hamburg – Die Impfbereitschaft gegen SARS-CoV-2 in Deutschland steigt leicht an. Laut einer weltweiten Ipsos-Umfrage in Zusammenarbeit mit dem Weltwirtschaftsforum, gaben im Oktober 69 Prozent der
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER