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Weniger Bürokratie – mehr Zeit für Patienten

Dienstag, 30. Oktober 2012

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ein interaktives Portal freigeschaltet, auf dem niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten ihre Erfahrungen mit Bürokratie in ihrer Praxis übermitteln können und Vorschläge, wie diese reduziert werden kann. „Neben dem Regressrisiko ist die Bürokratiebelastung nach vor wie einer der wichtigsten Gründe, warum sich Mediziner nicht niederlassen wollen“, betonte KBV-Vorstand Regina Feldmann. „Das können wir uns in Zeiten des Ärztemangels einfach nicht leisten.“

„Die Meinungen der Kolleginnen und Kollegen sind uns wichtig. Wir wollen wissen, wo sie persönlich Potenziale sehen, den bürokratischen Aufwand in Praxen zu senken“, sagte KBV-Vorstandsmitglied Andreas Köhler. Das Portal steht Ärzten und Psychologischen Psychotherapeuten über das sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV Safenet) zur Verfügung.

KV Safenet wird allerdings erst von einem Teil der Niedergelassenen genutzt, beispielsweise für die Online-Abrechnung. Alle anderen niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten können ihre Anregungen ihrer zuständigen KV zuleiten, die sie dann an die KBV weiterleitet, wie Feldmann erläuterte.

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Die KBV will einerseits unnötige neue Bürokratie verhindern, indem sie weiterhin die Belastung vor Einführung neuer Regelungen prüft. Eine Ex-ante-Ermittlung der Bürokratiekosten nimmt seit September auch der Gemeinsame Bundes­aus­schuss vor. Andererseits dient die Bitte um Beteiligung der Basis dazu, auch bestehende Regelungen zu analysieren und zu hinterfragen. Besonders interessante und konstruktive Vorschläge veröffentlicht die KBV auf dem neuen Portal. Weitere Informationen: http://buerokratieabbau.kv-safenet.de (für KV-Safenet-Anwender) © Rie/aerzteblatt.de

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Avatar #649124
augenarztschneider
am Donnerstag, 1. November 2012, 15:48

KBV torpediert eigenen Bürokratieabbau ?

Was Dr. Schaetzler schreibt, kann man nur wiederholen!
Ich habe nur i.d. Praxis KV-Safenet, hab das von zuhause versucht,
bin natürlich gescheitert ! Anmerkung: Notfall u. Vertreterscheine sind bei Online-Abrechnung ab 4.Quart. 2013 ebenfalls völlig überflüssig: jede moderne Praxissoftware hat die Funktion-> Druck Med. Daten-> ist übrigen Pflicht, Pat. hat auf Verlangen Anspruch auf den kostenlosen Ausdruck-->> schnell, ökonomisch, intelligent ! M.f.G. A.S.
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Mittwoch, 31. Oktober 2012, 14:10

KBV torpediert eigenen Bürokratieabbau?

Drei Vorschläge an die KBV/KVen zum Bürokratieabbau in der GKV und bei den Vertragsärzten/-innen
1. Abschaffung der Praxisgebühr:
Nach Schätzungen des Nationalen Normenkontrollrates vom März 2012, der die Bundesregierung beim Bürokratieabbau kontrolliert und berät, kostet allein die Verwaltung der Praxisgebühr in den Vertragsarztpraxen rund 300 Millionen Euro pro Jahr.
2. Abschaffung der Krankengeldformulare:
145 Gesetzliche Krankenkassen (Stand 2. Quartal 2012) betreiben 145 individuelle Formulare für ihre Krankengeldzahlungen nach Ende der Lohnfortzahlung. Vom Arzt wird die schlichte Fortschreibung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) nach Muster 1 a abgefragt. Im EDV-Zeitalter müssen kleine Kästchen handschriftlich mit Krankheitsbeginn, Dauer, Wiedervorstellung, Ende der AU und Diagnoseverschlüsselung nach ICD-10 mühsam ausgefüllt werden. In vielen PKV-Unternehmen wird dieser anachronistische Unsinn auch praktiziert.
3. Vereinfachtes Vorschlagswesen:
Ende des überbürokratisierten Zugangs für Verbesserungsvorschläge über KV-SafeNet und die KBV. Verbesserungsvorschläge müssen offen vernetzt über die normalen Internet-Adressen kommuniziert werden können. Der diskriminierende A u s s c h l u s s von Kolleginnen und Kollegen o h n e eigenen KV-SafeNet- oder KV-FlexNet-Anschluss ist eine selbst geschaffene Bürokratiehürde zur Verhinderung von Verbesserungsvorschlägen!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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