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Implantat warnt vor drohendem Herzinfarkt

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Freiburg – Ein Gerät namens Guardian, das noch vor den ersten Symptomen einen Herzinfarkt erkennen soll, haben Ärzte am Universitäts-Herzzentrum Frei­burg/Bad Krozingen (UHZ) Ende Oktober zwei Patienten implantiert. Guardian erkennt eine Mangel­durchblutung des Herzens und warnt den Patienten visuell und akustisch. Die verschlossenen Herzkranzgefäße können so im Herz­katheterlabor rechtzeitig wieder eröffnet werden, so dass es nicht zu einem Herzinfarkt kommt.

„Unser Ziel ist es, die Zeit vom ersten Auftreten von Symptomen bis zum Beginn der medi­zi­nischen Betreuung zu verkürzen, um noch rechtzeitig eingreifen zu können“, sagte der Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie I des UHZ, Manfred Zehender. Er hat das Gerät zusammen mit mehreren Kliniken in den USA entwickelt.

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Zurzeit handelt es sich bei Guardian noch um ein Behandlungsverfahren, das aus­schließ­lich unter kontrollierten, von der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA vorgegebenen Bedingungen eingesetzt werden darf. Das Gerät kann daher bis jetzt nur bei ausgewählten Patienten im Rahmen einer kontrollierten wissenschaftlichen Studie angewendet werden. An der laufenden Studie nehmen in den USA 80 Zentren teil, bisher sind knapp 500 Patienten eingeschlossen.

Das Gerät soll in Zukunft vor allem Patienten zu Gute kommen, die ein besonders hohes Risiko für einen Gefäßverschluss haben oder bei denen beim ersten Herzinfarkt keinerlei oder nur atypische Symptome aufgetreten sind. Außerdem sollen davon Patienten profitieren, die einen weiteren Herzinfarkt aufgrund einer Vorschädigung des Herzens mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht überleben würden.

„Wir sind stolz darauf, dass wir nach zehn Jahren Weiterentwicklung eines Konzepts, das in Freiburg geboren wurde, nun an diesem Ort den europaweit ersten beiden Patienten das Gerät erfolgreich implantieren konnten“, freute sich Zehender. © hil/aerzteblatt.de

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