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Neuer Forschungspreis zur Rolle der Ärzteschaft im Nationalsozialismus

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Berlin – Einen neuen gemeinsamen Forschungspreis zur Rolle der Ärzteschaft im Nationalsozialismus haben die Bundes­ärzte­kammer (BÄK), die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ausgeschrieben. „Ärzte haben in der Zeit des Nationalsozialismus aktiv an der systematischen Ermordung von Kranken mitgewirkt und sich schwerwiegender Verbrechen schuldig gemacht“, hieß es heute von den drei Institutionen.

Zuletzt hatte der diesjährige 115. Deutsche Ärztetag in seiner Nürnberger Erklärung darauf hingewiesen, dass die Initiativen gerade für die gravierendsten Menschen­rechtsverletzungen nicht von politischen Instanzen ausgegangen seien, sondern von den Ärzten selbst. Die Delegierten wiesen auf die Notwendigkeit hin, die historische Forschung auf diesem Gebiet weiter zu fördern, denn die Rolle der Ärzteschaft im Nationalsozialismus sei bislang noch bei weitem nicht ausreichend aufgearbeitet worden.

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BÄK, KBV und BMG haben daher zum vierten Mal einen Forschungspreis für wissen­schaftliche Arbeiten zur Geschichte der Ärzte während der NS-Diktatur ausgeschrieben. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.

An der Ausschreibung teilnehmen dürfen Ärzte und Psychotherapeuten als Einzel­personen, Kooperationen und Gemeinschaften aus Ärzten und Psychotherapeuten, Studenten der Humanmedizin sowie an humanmedizinischen und medizinhistorischen Instituten tätige Wissenschaftler.

Alle Arbeiten müssen in deutscher Sprache verfasst sein und können sowohl in Papier- als auch elektronischer Form eingereicht werden. Es werden nur Arbeiten berücksichtigt, die ab dem 1.Januar 2008 erstellt oder veröffentlicht wurden. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2013. © hil/aerzteblatt.de

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