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Ausland

Schweiz und Kanada geben Grippe-Impfstoff von Novartis wieder frei

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Zürich – Die Gesundheitsbehörden in der Schweiz und in Kanada haben die zuvor gestoppten Grippeimpfstoffe des Schweizer Pharmakonzerns Novartis wieder freige­geben. Bei den sichtbaren weißen Partikeln handle es sich nicht um externe Verun­reinigungen, teilte die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic am Mittwoch mit. Es seien Verklumpungen von Eiweißbestandteilen des Impfstoffs, die bei der Herstellung entstehen könnten. Bei richtiger Anwendung der Spritzen lösten sich diese jedoch auf. Der Impfstoff sei sicher und wirksam.

Auch die kanadischen Behörden erklärten am Mittwoch, der verhängte Stopp für den Impfstoff sei wieder aufgehoben worden, nachdem geklärt worden sei, dass dieser sicher sei. Novartis zeigte sich "erfreut" über die Entscheidung der Behörden und erklärte, eng mit ihnen zusammen zu arbeiten, um die Belieferung mit dem Impfstoff gewährleisten zu können.

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Neben der Schweiz und Kanada hatten jüngst auch Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und Spanien die Auslieferung von Grippeimpfstoffen von Novartis teilweise gestoppt. Begründet wurde dies mit möglichen Nebenwirkungen, nachdem die Aus­flockungen in Spritzen in Italien festgestellt worden waren.

Eine Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) sagte, der Auslieferungsstopp des sei ein „endgültiges Instrument". Die Entscheidung könne nicht wieder zurückgenommen werden. In Deutschland seien zur Risikovorsorge nur einige Chargen vom Markt genommen worden, in Kanada und der Schweiz sei dagegen eine Quarantäne über alle betroffenen Impfstoffe verhängt worden, erklärte die Sprecherin den Unterschied zur der erneuten Freigabe in diesen Ländern.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeschutzimpfung in erster Linie älteren Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranken mit Grundleiden wie Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, medizinischem Personal und Schwangeren. © afp/aerzteblatt.de

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