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Ärzteschaft

Erster Rettungsdienst KTQ-zertifiziert

Freitag, 2. November 2012

dpa

Berlin – Die Kooperation für Transparenz und Qualität (KTQ) hat ihr Tätigkeitsspektrum erfolgreich auf den Bereich Rettungsdienst ausgeweitet. Im Rahmen des KTQ-Forums in Berlin wurde jetzt das erste KTQ-Zertifikat dieser Sparte an den Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes im Landkreis Gifhorn vergeben.

Der Rettungsdienst des DRK versorgt mit rund 70 hauptamtlichen Mitarbeitern von fünf Standorten aus die Bevölkerung in Stadt und Landkreis Gifhorn. Nachdem das Qualitäts­management (QM) dort lange Zeit über DIN ISO 9001-2000 beziehungsweise 9001-2008 erfolgt war, hatten sich die Verantwortlichen in Gifhorn Anfang dieses Jahres für den Umstieg auf KTQ® entschieden.

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Der QM-Beauftragte des Rettungsdienstes Till Lettermann begründete diesen Schritt damit, dass sich die Mitarbeiter im Verfahren nach DIN ISO wegen der zu großen Praxisferne „nicht wiedergefunden“ hätten. Der spezifische KTQ-Katalog spreche hingegen die Sprache des Rettungsdienstes.

Auch von der Visitation im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens nach KTQ® zeigte Lettermann sich angetan. Die eigens geschulten KTQ-Visitoren hätten die Prozesse vor Ort detailliert hinterfragt: „Es wurde in die Tiefe gefragt“, so Lettermann. Nach dem Motto: Das steht so in den Unterlagen, aber wird es auch gelebt? Das habe man bei DIN ISO vermisst.

Gleichzeitig betonte der Ärztliche Leiter für den Rettungsdienst im Gesundheitsamt Wiesbaden den Nutzen eines einheitlichen, praxisnahen Zertifizierungsverfahrens. Für die Stadt Wiesbaden seien derzeit fünf Anbieter als Leistungserbringer im Rettungs­dienst tätig, sagte Götz Brodermann. Nachdem es in der Vergangenheit Probleme mit uneinheitlichen Standards gegeben habe, würden aktuell alle Leistungserbringer das KTQ-Verfahren durchlaufen. Erste Erfolge und konkrete Verbesserungen seien bereits sichtbar, so Brodermann.

Gesellschafter der KTQ sind unter anderem die Bundes­ärzte­kammer und die Deutsche Krankenhausgesellschaft. Aktuell besitzen 532 Krankenhäuser, 60 Arztpraxen und Medizinische Versorgungszentren sowie 107 Rehabilitationseinrichtungen, 33 Pflegeeinrichtungen, Hospize und Alternative Wohnformen sowie ein Rettungsdienst ein KTQ-Zertifikat. © hil/aerzteblatt.de

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