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Schlaganfall: Software für optimierte Bewegungstherapie

Montag, 5. November 2012

Duisburg/Essen – Lähmungen und Bewegungsstörungen sind häufig die Langzeitfolgen nach einem Schlaganfall. In der Rehabilitation müssen betroffene Patienten ihre Beweg­lichkeit erst wieder trainieren. Im Gemeinschaftsprojekt „ReHabX-Stroke“ arbeiten Forscher aus unterschiedlichen Disziplinen an möglichst individuellen Therapien, mit denen die Patienten verloren gegangene Fähigkeiten zumindest teilweise wiederer­langen sollen.

Ein spezielles Softwarewerkzeug soll Ärzte und Therapeuten dabei unterstützen, den Einsatz der Rehabilitationsmaßnahmen (wie Medikamente, Orthesen oder Übungen) für Schlaganfallpatienten mit Gangstörungen optimal abzustimmen. Individualisierte Reha-Maß­nahmen helfen Stürze zu vermeiden und die Therapiedauer zu verringern, weil das Bewegungstraining gezielt ansetzen kann und die Regeneration schneller wirksam wird. Zudem können die Bewegungsdaten zur Weiterentwicklung kombinierter Therapiemethoden eingesetzt werden.

Das Projekt wird mit circa 1,3 Millionen Euro aus dem Förderwettbewerb „personalisierte Medizin“ (PerMed.NRW) des nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministeriums gefördert. Am Projektverbund beteiligt sind der Lehrstuhl für Mechanik und Robotik der Universität Duisburg-Essen (UDE), die Neurologische Klinik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Neurologie der Fachklinik Rhein/Ruhr für Herz/Kreislauf- und Bewegungssystem und das Institut für Technologien der Biomechanik und Biomaterialien als Konsortialführer.

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„In unserem Projekt soll die Technologie der Bewegungssimulation in der persona­lisierten Therapiesteuerung zu einem praxistauglichen Prototyp entwickelt werden“, erklärte Andres Kecskeméthy von der UDE. Die Mobilität einer alternden Bevölkerung zu erhalten, ist eine wachsende medizinische und soziale Herausforderung. Sie erfordert neue Technologien aus dem Zusammenspiel der Ingenieurwissenschaften, der Medizin und der Informatik. © EB/aerzteblatt.de

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