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Ärzteschaft

Griechische Ärzte für Nordrhein-Westfalen

Montag, 5. November 2012

Münster/Düsseldorf/Thessaloniki – Nordrhein-Westfalen (NRW) will junge Ärzte aus Griechenland dabei unterstützen, ihre Weiterbildung an einem Krankenhaus in NRW zu absolvieren. Dies ist das Ergebnis einer Reise unter Leitung von Gesundheits­staats­sekretärin Marlis Bredehorst nach Thessaloniki, an der sich auch Vertreter der Ärztekammern aus Münster und Düsseldorf, der Krankenhausgesellschaft NRW, des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit und des Goethe-Instituts Thessaloniki beteiligten. Eingeladen hatte der Präsidenten der dortigen Ärztekammer, Vasileios Exadaktylos.

Eine „Win-Win-Situation für alle Beteiligten“ ist der Einsatz griechischer Ärzte in Nordrhein-Westfalen laut dem Präsidenten der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst. Allein in der Region Thessaloniki gebe es rund 800 arbeitslose Ärzte. „Diesen können wir eine Perspektive in NRW bieten. Es ist kein unbotmäßiger Abzug von Fachwissen zu Lasten des dortigen Gesundheitswesens“, sagte der Kammerpräsident nach der Reise.

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Ein Schwerpunkt der Gespräche bildete die Förderung der Sprachkompetenz griechischer Ärzte. Ein konkretes Ergebnis ist ein berufsbezogener Sprachkurs für Ärzte aus Griechenland, die einen Vertrag mit einem Krankenhaus in NRW unterzeichnet haben, dort hospitieren und anschließend eine Facharztausbildung absolvieren werden. Der Sprachkurs wird zunächst über knapp vier Monate am Goethe-Institut in Thessaloniki durchgeführt und anschließend in NRW fortgesetzt. Die Finanzierung der Sprachkurse soll über das BAMF erfolgen.

Auf einer zeitgleich stattfindenden Job- und Informationsbörse der Bundesagentur für Arbeit und der Ärztekammer Thessaloniki informierten Vertreter nordrhein-westfälischer Krankenhäuser rund 400 interessierte griechische Ärzte über konkrete Weiterbil­dungsangebote. Erste Bewerbungsgespräche wurden vereinbart.

„Uns fehlen hier die Ärzte, in Griechenland müssen sie bis zu acht Jahre auf eine Facharztausbildung warten. Da macht es doch Sinn, die griechischen Kollegen nach NRW zu holen“, sagte Windhorst. © hil/aerzteblatt.de

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