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Ärzte fordern intensivere Forschung zu den Fukushima-Folgen

Dienstag, 6. November 2012

Berlin – Mehr Forschung zu den Gesundheitsfolgen der atomaren Katastrophe von Fukushima hat die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) gefordert. „Dringend notwendig sind unabhängige epidemiologische Studien sowie die baldige Einrichtung eines umfassenden Registers, in dem alle Menschen erfasst werden, die aufgrund der Katastrophe von Fukushima vermutlich mehr als ein Millisievert Strahlung durch unterschiedlichen Quellen ausgesetzt waren“, schreibt die Sektion in einem Brief an die Generalsekretärin der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO), Margret Chan.

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„Diese Studien dürfen nicht auf das Schilddrüsen-Screening der Kinder begrenzt werden, sondern müssen umfangreiche Untersuchungsdaten auch für andere mögliche Erkrankungen wie sie nach der Tschernobylkatastrophe beobachtet wurden, umfassen“, heißt es in dem Brief weiter.

Insbesondere sollten Ärzte und Wissenschaftler systematisch nach Fehlbildungen, Totgeburten, Fehlgeburten und anderen Auswirkungen auf die reproduktive Gesundheit suchen. Solche Folgen hätten sich nach der Tschernobyl-Katastrophe in den verstrahlten Gebieten von vielen europäischen Ländern gefunden. © hil/aerzteblatt.de

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