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Vermischtes

Open Access ist eine wichtige Strategie für wissenschaftliche Exzellenz

Donnerstag, 8. November 2012

Berlin – Open Access sollte gleichberechtigt an die Seite der althergebrachten Verbrei­tungswege wissenschaftlicher Ergebnisse treten. Das ist eine der zentralen Botschaften der Projektgruppe „Bildung und Forschung“ in der Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“. Der Vorsitzende der Projektgruppe, Reinhard Brandl (CSU), stellte ihre Empfehlungen gestern dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgen­abschätzung des Deutschen Bundestages vor.

Die Kommission empfiehlt, Open Access im Wissenschaftsbereich umfassend zu unterstützen und damit die Innovationskraft im Forschungs- und Wissenschaftsbereich zu festigen. Gelichzeitig rät sie aber auch, „die bestehenden und erprobten Wege zur Verbreitung via Open Access ebenso wie die Rechte der Autoren zu stärken“. Wichtig sei eine nachhaltige Strategie.

Die gemeinsame Empfehlung, an der Parlamentarier aller Fraktionen mitgearbeitet haben, ist nicht selbstverständlich. Tankred Schipanski (CDU) erklärte für seine eigene Fraktion: „Die Union hat große Schritte gemacht.“

René Röspel (SPD) ging auf das Thema Zweitverwertungsrecht ein und betonte, dass es möglich sein muss, dass Wissenschaftler ihre wissenschaftlichen Beiträge, nach einer Frist im Internet veröffentlichen dürfen, wenn die Erstellung überwiegend mit öffentlichen Mitteln finanziert worden sei. Anders als es die Linkspartei vorschlägt, soll nach Auf­fassung der Sozialdemokraten der Urheber selbst entscheiden können, ob er dieses Recht nutzt – eine Zweitverwertungspflicht und Zwangslizenzen lehnt die SPD ab.

Petra Sitte (Die Linke) betonte, dass es ihr vor allem darum ginge, dass die Gesellschaft Anspruch auf den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen habe. Mit Open Access böten sich dafür neue Möglichkeiten. © hil/aerzteblatt.de

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