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Ärzteschaft

Sächsische Ärzte wehren sich gegen Einheitsgewerkschaft

Montag, 12. November 2012

Dresden – Für eine hochwertige medizinische Versorgung tritt die Sächsische Landes­ärzte­kammer ein. „Zum Wohle des Patienten wird es dringend notwendig sein, die Medizin nicht endgültig der Öko­nomi­sierung preiszugeben“, sagte deren Präsident Jan Schulze auf der 47. Tagung der Kammerversammlung am vergangenen Wochenende in Dresden.

Als ein Beispiel nannte er die Probleme, die rund um die Grippeimpfungen entstanden waren. „Da wo Sparmaßnahmen politisch verordnet werden, kann es dazu führen, dass billig vor zuverlässig geht, wie es beim Grippeimpfstoff wahrscheinlich der Fall war. Wir müssen deshalb für Impfstoffe die Forderung stellen, diese aus den Rabattverträgen herauszunehmen“, sagte er.

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Schulze forderte das Land Sachsen auf, dringend notwendige Krankenhausinvestitionen zu finanzieren und so seiner Verpflichtung nachzukommen. An die Kliniken appellierte er, den medizinischen Nachwuchs für den Freistaat zu begeistern. „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie darf keine leere Floskel bleiben“, sagte der Kammerpräsident.

Die Kammerversammlung forderte die Bundesregierung auf, das eigenständige Tarifvertragsrecht der Ärzte zu wahren und zu stützen. Der Einheitsgewerkschaft, wie sie erneut von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und vom Deutschen Gewerkschaftsbund gefordert worden ist, erteile die Ärzteschaft eine Absage.

Die Landkreise und kreisfreien Städte forderten die Delegierten auf, die beruflichen Perspektiven für Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zu verbessern. „Um die Attraktivität dieses wichtigen medizinischen Berufszweiges zu erhöhen, muss die Honorierung dem Arztberuf angemessen sein“, hieß es aus der Kammerversammlung. Die Nachwuchssituation im ÖGD sei alarmierend. Mindestens 200 erforderliche Planstellen seien bundesweit unbesetzt, qualifizierter Nachwuchs fehle. © hil/aerzteblatt.de

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