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Ärzteschaft

Burn-Out-Ärzte haben hohen Berufsethos

Montag, 12. November 2012

dpa

Berlin – Ein Burn-Out bei Ärzten ist oft mit einem hohen Berufsethos verbunden. Das zeigen die Ergebnisse einer Analyse des sogenannten Ärztemonitors von Kassen­ärztlicher Bundesvereinigung, NAV-Virchow-Bund und Brendan-Schmittmann-Stiftung. „Ärzte, die sich durch ihre Arbeit ausgebrannt fühlen oder am Ende eines Arbeitstages völlig erledigt sind, vertreten trotzdem am häufigsten die Meinung, dass die Medizin eine Berufung ist“, sagte der Vorsitzende der Brendan-Schmittmann-Stiftung des NAV-Virchow-Bundes, Harald Mau, heute in Berlin.

Die Datenauswertung zeige, dass die Gruppe der Befragten, die Merkmale eines Burn-outs aufweisen, bestimmte Antwortmuster erkennen ließen. Während die Burn-out-Gruppe die Medizin zwar als Berufung begreife, zeige sie sich im Vergleich zu den restlichen Befragten deutlich unzufriedener. So gaben sie deutlich seltener an, den Beruf erneut ergreifen zu wollen, dass die Erwartungen aus dem Studium erfüllt worden seien, sie Spaß an der Arbeit hätten, die Arbeit als nützlich erachteten oder das Gefühl der Selbstbestimmtheit im Beruf hätten.

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Außerdem gaben deutlich weniger Probanden an, mit ihrer Praxisorganisation und ihrer Arbeit zufrieden zu sein und zur Wahrnehmung ihrer persönlichen Interessen genügend Zeit zu haben. Dagegen bejahte die Gruppe andere Fragen häufiger im Vergleich zum Rest der Befragten, so wegen beruflicher Verpflichtungen oft die Pläne für private oder Familienaktivitäten ändern zu müssen und dass die Anforderungen der Arbeit ihr Privat- oder Familienleben störten.

Der hohe Arbeitsaufwand spielt erwartungsgemäß ebenfalls eine Rolle: Die Befragten der untersuchten Gruppe haben mit Blick auf die Vergleichsgruppen die durchschnittlich längste wöchentliche Arbeitszeit und die höchste Patientenanzahl. Dies spiegelt sich aber offenbar nicht im wirtschaftlichen Ergebnis nieder: Überlastete Ärzte sind laut der Auswertung mit der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Praxis und dem monatlichen Einkommen unzufrieden. © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #111295
Dark-Prinzess
am Freitag, 23. November 2012, 23:08

Psychische Probleme

Ja na klar!!!Nach Berlin!Und alle diesen Existenzen,wegen großer Gefahr für die"Öffentlichkeit",auch komplett die langjährige Fähigkeit des sicheren Lenkens eines Kfz,mit vorgegebenem Schwachsinn,über korrupte Gewaltenteilungsideen,hinter geschlossen Türen oder unterm Tisch:FALSCH!entziehen.Wie kann man derart?Parteiverat sowie Amts-und Justizmißbräuche vollziehen.Natürlich entgegen jeglichen geltenen Gesetze,die ebenso von Staatsanwälten und Richtern,zu befolgen wären!
Leider ist genau das Gegenteil der Tagesablauf.
Diese Äußerung!,zur eigenen Sicherheit,stellt nur eine persönlich freie Meinung dar!!!
Avatar #98372
Thelber
am Freitag, 16. November 2012, 22:36

Korektur

Der erste Satz im letzten Absatz muss lauten:
"Wer das einmal verstanden hat, der sorgt für sich selbst wie für seine Patienten."
Avatar #98372
Thelber
am Freitag, 16. November 2012, 22:35

Wen wundert dieses Ergebnis ?

Ist doch klar, wenn ich den Berufsethos über mein eigenes Wohlergehen stelle, dann brenne ich aus.

Was aber im Umkehrschluss durchaus bedeuten kann, dass derjenige unter uns Kollegen, der seine (privaten) Grenzen verteidigt und klar zieht das letztendliche bessere Berufsethos hat - da er besser und länger für seine Patienten im vordefinierten Rahmen da sein kann !!

Wer das einmal verstanden hat, der sorgt für sich selbst wie für sich selbst. Schon in der Bibel steht übrigens: "Du sollst Deinen Nächsten achten wie Dich selbst". Das bedeutet aber eben auch: Achte auf Dich selbst ebenso gut wie Du auf Deinen Nächsten achtest. Stelle Dich nicht über ihn, stelle ihn aber bitte auch über Dich. Du und Dein Nächster, Ihr seid gleichwertig !!
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