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Ärzteschaft

Bundesärztekammer fordert langfristiges Finanzierungskonzept für Kliniken

Dienstag, 13. November 2012

Frank Ulrich Montgomery

Berlin – Konstruktive Vorschläge, „wie der offenkundig steigende Finanzierungsbedarf der Krankenhäuser in einer älter werdenden Gesellschaft gedeckt werden kann“, hat der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, gefordert. Er reagierte damit auf Berichte des Statistischen Bundesamtes, nach denen die Kosten pro vollstationärem Fall von 2010 bis 2011 um rund 2,5 Prozent gestiegen sind. „Kostendruck und Wettbewerb bei den Krankenhäusern schlagen schon jetzt voll auf die Beschäftigten und die Patientenversorgung durch“, warnte Montgomery.

Gründe für den Anstieg der Kosten seien neben dem demografischen Wandel ein Investitionsstau in den Kliniken. Häufig bliebe den Krankenhäusern kein Ausweg, als Mittel aus der Patientenversorgung einzusetzen, die dazu eigentlich nicht bestimmt seien. „Den Kassen fällt nur ein, auf angeblich nicht voll ausgenutzte Bettenkapazitäten zu verweisen. Dabei sollte auch ihnen bekannt sein, dass die Verweildauer in den Kliniken seit Jahren sinkt und dass seit 2004 nicht mehr nach Tagessätzen und belegten Betten abgerechnet wird, sondern nach Behandlungsfällen“, so der BÄK-Präsident.

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Montgomery forderte eine bessere Berücksichtigung der tatsächlichen Kosten bei der Krankenhausfinanzierung. Die im Krankenhausgesetz verankerte Kollektivhaftung der Krankenhäuser bei Leistungssteigerungen sollte abgeschafft werden. „Stattdessen brauchen wir eine neue, gerecht gestaffelte Mehrleistungsregelung oder alternative Steuerungsinstrumente“, sagte er.

Der Ärztepräsident forderte, dass sich auch die Krankenkassen konstruktiv an dieser Diskussion beteiligen sollten, statt reflexhaft nach Einsparungen zu rufen, die auf Kosten der Versorgung gingen.    hil © hil/aerzteblatt.de

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