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Politik

Arzneimittelausgaben können 2013 um drei Prozent steigen

Dienstag, 13. November 2012

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband haben sich auf die Rahmenvorgabe für die Arzneimittelausgaben des kommenden Jahres geeinigt. Vorgesehen sind danach Ausgabensteigerungen von drei Prozent. Diese setzen sich aus erwarteten Mehrausgaben für innovative Arzneimittel in Höhe von 2,9 Prozent sowie Ausgabensteigerungen infolge der Verlagerung von Arzneimittel­therapien vom stationären in den ambulanten Bereich in Höhe von 0,4 Prozent zusammen. Zudem haben die Vertragspartner die Preisentwicklung bei den Arzneimitteln – ohne Rabattverträge – mit minus 0,1 Prozent sowie neue Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses mit minus 0,2 Prozent angesetzt.

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Auf der Grundlage dieser Rahmenvorgabe treffen die Landesverbände der Kranken­kassen und die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) die Arzneimittelvereinbarungen für 2013. Sie dürfen von den Vorgaben nur abweichen, soweit dies durch die regionalen Versorgungsbedingungen begründet ist. Sie legen darüber hinaus die Zahl und Altersstruktur der Versicherten, indikationsbezogene Zielvereinbarungen und die Zielvereinbarung bei den Wirtschaftlichkeitsreserven fest.

Steigerungsrate auf 2,7 Prozent angepasst
Im Vorjahr hatten sich KBV und GKV-Spitzenverband auf eine Steigerung von 2,4 Prozent geeinigt. Damals waren sie von einer Preisentwicklung von minus 0,7 Prozent und einer Preissteigerung durch innovative Arzneimittel von 3,5 Prozent ausgegangen. Die Steigerungsrate wurde nun auf 2,7 Prozent angepasst.

Die Leitsubstanzen blieben im Vergleich zum Vorjahr gleich. Nur bei den HMG-CoA-Reduktasehemmern zur Cholesterinsenkung wurde neben Simvastatin auch Pravastatin aufgenommen. Der Zielwert für die Verordnung dieser Arzneimittel liegt für das Jahr 2013 bei 93 Prozent. Die meisten KVen haben diesen Wert erreicht. Am niedrigsten liegt er in Thüringen (89,7 Prozent), am höchsten in Bremen (97 Prozent).

Bei sämtlichen KVen ist der Zielwert für die ACE-Hemmer Enalapril, Lisinopril und Ramipril in Höhe von 95 Prozent überschritten. Der Zielwert für die nicht-steroidalen Antirheumatika Diclofenac und Ibuprofen in Höhe von 87 Prozent ist hingegen nur in den KV-Bezirken Saarland, Schleswig-Holstein und Bremen erreicht. In Brandenburg (75,4 Prozent), Thüringen (75,3 Prozent), Sachsen-Anhalt (75,1 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (70,1 Prozent) liegt er deutlich darunter. © fos/aerzteblatt.de

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