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Familienfreundliche Arbeitsbedingungen – Medizinstudierende fordern Taten

Mittwoch, 14. November 2012

Berlin – Grundlegende Veränderungen in Studium, Klinik und bei der Forschung fordert die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd). Das Ziel sind bessere Arbeitsbedingungen und familienfreundlichere Strukturen in Studium, ärztlicher Tätigkeit und Wissenschaft. „Die teilweise immense Arbeitsbelastung im klinischen Alltag wird nicht länger hingenommen und eine gleichberechtigte Koexistenz von Familie, Freizeit, Beruf und wissenschaftlicher Karriere ist der Wunsch vieler junger Kollegen“, hieß es aus der bvmd.

Das belege auch die bereits 2011 veröffentlichte bundesweite Befragung der bvmd. Von mehr als 2.000 Medizinstudierenden und Ärzten gaben 84 Prozent an, sich mit dem Thema Familienfreundlichkeit zu beschäftigen. 58 Prozent der Studierenden empfinden den Konflikt zwischen Familie und Beruf als stark oder sehr stark. Bei den bereits berufstätigen Ärzten sind es sogar 73 Prozent.

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Die Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf sei zunehmend ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der Arbeitstelle, so die Medizinstudierenden-Organisation. „Den Diskussionen in Politik und im Verbändewesen über dieses Thema müssen endlich Taten folgen, die grundlegende Veränderungsprozesse anstoßen“, fordert die bvmd. Gleichzeitig müssten die Studierenden ihre derzeitige Position im Arbeitsmarkt nutzen, um für ihre Forderungen für einen familien- und freizeitfreundlicheren Beruf einzustehen.

Die bvmd fordert, die persönliche Lebenssituationen und Wünsche der Mitarbeiter müssten in der Klinik mehr Berücksichtigung finden, um den Arztberuf gesünder und in seiner Struktur familienfreundlicher zu gestalten. Essenziell ist aus Sicht der Studieren­den dabei die Umgestaltung der Arbeitszeiten. Dienstpläne müssten frühzeitig erstellt werden und auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer angepasst sein. In der Realität des Klinikalltags sei die Einhaltung von Arbeitszeitvorgaben sicherzustellen.

Flexiblere Arbeitszeitmodelle unabdingbar
Insbesondere für Familien sei es wichtig, neue und flexiblere Arbeitszeitmodelle zu finden und flächendeckend umzusetzen. Statt die erfolgte Arbeit an der Präsenz der Mitarbeiter festzumachen, sollte die erfolgreiche Aufgabenerfüllung im Vordergrund stehen. Essenziell erscheint den Studierenden in diesem Kontext auch, die Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsberufen zu verbessern und Synergien zu nutzen, statt „durch Kompetenzgerangel Mauern zu errichten“. „Als zukünftige Ärztegeneration wünschen wir uns eine Arbeit im Team, welches auch wirklich als solches agiert“, heißt es aus der bvmd.

Wichtig ist aus Sicht der Studierenden außerdem arbeitsplatznahe Kinderbetreuungs­möglichkeiten auch für Schulkinder bereitzustellen und die Weiterbildungskataloge zu flexibilisieren. Dazu gehöre die Anerkennung von Teilstücken der Weiterbildung oder die Möglichkeit des Wohnortwechsels über die Grenzen der Landesärztekammern hinaus. © hil/aerzteblatt.de

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