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Politik

Transplantationen: Bahr für mehr Kontrollen in Krankenhäusern

Mittwoch, 14. November 2012

Düsseldorf – Die Bundesregierung mahnt Konsequenzen aus dem Skandal bei der Vergabe von Spenderorganen an. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr (FDP) fordert mehr unangemeldete Kontrollen in den Krankenhäusern. Solche Überprüfungen müssten verstärkt werden, sagte Bahr heute beim Deutschen Krankenhaustag in Düsseldorf.

Die Vorfälle an mehreren Krankenhäusern hätten außerdem gezeigt, dass es dort zu „Fehlanreizen“ gekommen sei. Offenbar sei der Druck durch Mengenverträge zu hoch geworden. „Wir müssen deshalb zu Qualitätsverträgen kommen“, sagte Bahr.
Im Zusammenhang mit dem Skandal wird mehreren Ärzten die Manipulation von Krankenakten vorgeworfen. Sie sollen damit ihre Patienten bei der Organvergabe bevorzugt haben. Seit Bekanntwerden der Vorfälle vor mehreren Monaten sank die Zahl der Organspenden deutlich.

Vor diesem Hintergrund setzt Bahr hohe Erwartungen in das seit diesem Monat geltende neue Transplantationsgesetz. Danach sollen alle Bürger ab 16 Jahren regelmäßig befragt werden, ob sie nach ihrem Tod Organe spenden wollen. Zur Antwort verpflichtet ist jedoch niemand. Das Gesetz sei der „beste Weg“, um bei den Bürgern Vertrauen in die Organspende zu gewinnen, sagte der Minister.dapd © dapd/aerzteblatt.de

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