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Männer anfälliger für Alkoholsucht als Frauen

Freitag, 16. November 2012

Köln – Die Bundeszentrale für gesund­heitliche Aufklärung (BZgA) hat anläss­lich des Internationalen Männertages am 19. November auf die hohe Suchtgefahr von Alkohol für Männer hingewiesen. Der BZgA zufolge ist riskanter Alkoholkonsum besonders im jungen Erwachsenenalter bei Männern deutlich weiter verbreitet als bei gleichaltrigen Frauen.

„Es existieren gerade bei Männern immer noch gesellschaftliche Rollener­war­tun­gen im Zusammenhang mit hohem Alkoholkonsum“, erläuterte BZgA-Direk­torin Elisabeth Pott. Junge Männer glaubten, dass sie ihre Männlichkeit durch hohen Alkoholkonsum bestätigen müssen, so Pott.

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Laut BZgA entwickelt sich eine Alkoholabhängigkeit meistens schleichend über Jahre aus einem hohen und regelmäßigen Konsum. Elisabeth Pott: „Auch dieses Krankheitsbild ist bei Männern weiter verbreitet als bei Frauen.“ So erfüllen statistisch betrachtet in Deutschland etwa 3,4 Prozent der Männer im Alter von 18 bis 64 Jahren die gängigen Diagnosekriterien einer Alkoholabhängigkeit.

Bei den gleichaltrigen Frauen sind es rund 1,4 Prozent. Zudem hat rund jeder dritte Mann zwischen 18 und 64 Jahren einen problematischen Alkoholkonsum. Bei den gleichaltrigen Frauen liegt der Anteil bei etwa 9 Prozent. Ein problematischer Alkoholkonsum besteht bereits dann, wenn ein Mann täglich mehr als zwei kleine Flaschen Bier konsumiert – bei Frauen liegt die Grenze bei der Hälfte der Menge.

Da Männer ihr eigenes Risiko einer Suchtentwicklung häufig völlig falsch einschätzen, bietet die BZgA einen Online-Selbsttest, mit dem sich der individuelle Alkoholkonsum kritisch überprüfen lässt. © hil/aerzteblatt.de

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