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KBV ruft Ärzte zur Abstimmung über den Sicherstellungs­auftrag auf

Montag, 19. November 2012

Berlin – Heute beginnt der Versand der Unterlagen, mit denen das Meinungs­forschungs­institut infas die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten im Auftrag der Kassen­ärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zum Sicherstellungsauftrag befragt. Die KBV kündigte an, dass rund 150.000 Vertragsärzte und Psychologische Psychotherapeuten den Fragebogen in den nächsten Tagen per Post erhalten werden. Sie sollen darin dokumentieren, ob und unter welchen Bedingungen sie am Sicherstellungsauftrag für die ambulante Versorgung der gesetzlich Versicherten festhalten wollen.

Interview mit Dr. med. Andreas Köhler: Sicherstellung – Freiheit oder Fessel?

Die KBV stellt den 150 000 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten die Grundsatzfrage: Unter welchen Bedingungen soll die umfassende ambulante Versorgung weiter garantiert werden?

Im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt begründete der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Köhler die Befragung mit den gravierenden Veränderungen, die sich in den letzten 20 Jahren im Verhältnis der Krankenkassen zu den niedergelassenen Ärzten ergeben hätten. Insbesondere beklagt der KBV-Chef die fehlende Wertschätzung der Kassen gegenüber der Arbeit der Niedergelassenen.

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Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Klaus Reinhardt, rief die Ärzte und Psychothera­peuten auf, sich an der Befragung zu beteiligen. „Ungeachtet der Einigung über die Anhebung der Honorare für das Jahr 2013 hat doch am Ende nicht nur das Ergebnis, sondern spätestens auch die Form der Auseinandersetzung zwischen Ärzten und Krankenkassen gezeigt, dass die Frage der Sicherstellung der Versorgung durch Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten ganz grundsätzlich gestellt werden muss“, sagte er. Er betonte, nur eine hohe Beteiligung verleihe der Umfrage und ihrem Ergebnis Gewicht gegenüber Politik und Kassen.

Die Befragung soll Mitte Dezember abgeschlossen sein, erste Ergebnisse will die KBV aber bereits auf ihrer Ver­tre­ter­ver­samm­lung am 7. Dezember präsentieren. © hil/aerzteblatt.de

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