NewsPolitikKrankenkassen für mehr Prävention
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Krankenkassen für mehr Prävention

Mittwoch, 21. November 2012

Berlin – Ersatz- und die Betriebskrankenkassen wollen die Prävention stärken, wie aus aus zwei Positionspapieren der Kassen hervorgeht.. „Die Ersatzkassen unterstützen die Bundesregierung in ihrem Vorhaben, noch im Herbst 2012 eine Präventionsstrategie vorzulegen“, hieß es heute vom Verband der Ersatzkassen (vdek). Ziel sollte dabei sein, für sämtliche für die Prävention und Gesund­heits­förder­ung zuständigen Einrichtungen und Akteure gemeinsame nationale Gesundheitsziele zu definieren, demokratisch zu legitimieren und deren Verbindlichkeit zu erhöhen, heißt es in dem Positionspapier des Verbandes.

Mit ihren Angeboten im Bereich der Primärprävention und der betrieblichen Gesund­heits­förderung erreicht die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) dem vdek zufolge jährlich fünf Millionen Menschen. Dafür investierte sie im Jahr 2011 rund 270 Millionen Euro. Für alle Angebote zur Gesund­heits­förder­ung gab die GKV im Jahr 2010 insgesamt mehr als vier Milliarden Euro aus. „Jetzt muss es auch darum gehen, Prävention bedarfs- und zielorientiert weiterzuentwickeln und Finanzmittel nicht nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen“, sagte die vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner.

Anzeige

Auch die Betriebskrankenkassen fordern in einem Positionspapier, die Qualität in der individuellen Prävention zu sichern, die betriebliche Gesund­heits­förder­ung weiterzu­entwickeln, den niedrigschwelligen Zugang für Versicherte zu erhalten sowie die Inan­spruchnahme, Zielgenauigkeit und Wirksamkeit von Vorsorge- und Früherkennungs­untersuchungen zu verbessern.

„Wir begrüßen einen Mindestwert für Präventionsausgaben. Die Höhe sollte sich am derzeitigen gesetzlich festgelegten Richtwert bemessen“, sagte der Geschäftsführer des BKK Bundesverbandes, Heinz Kaltenbach. Gleichzeitig lehnen die BKKen laut Kaltenbach eine Quotierung der Ausgaben für bestimmte Präventionsbereiche ab. „Die Finanzierungs- und Entscheidungshoheit der Krankenkassen darf nicht eingeschränkt werden. Das wäre das falsche Signal“, sagte er. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

13. Dezember 2019
Würzburg – Ein „Deutsches Zentrum für Präventionsforschung Psychische Gesundheit“ (DZPP) hat die Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg gegründet. Es soll unter anderem Präventionsprogramme zur
Psychische Erkrankungen: Zentrum soll Präventionsprogramme entwickeln
12. Dezember 2019
Hamburg – Hamburg dehnt sein Projekt für Senioren-Hausbesuche auf alle Bezirke aus. 2020 werden deshalb 15.000 Senioren zum 80. Geburtstag ein Anschreiben der Gesundheitsbehörde mit einem Termin für
Hausbesuche in Hamburg werden ausgeweitet
5. Dezember 2019
Berlin – Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung Sexuellen Kindesmissbrauchs hat einen Handlungsleitfaden für die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in Institutionen Anfang der Woche in Berlin
Neue Konzepte zur Prävention und Aufarbeitung von Missbrauchsfällen
3. Dezember 2019
Boulder – Die Analyse des Proteoms, der Gesamtheit aller Proteine im Blut, könnte Hinweise auf bevorstehende Erkrankungen liefern. Die Studie in Nature Medicine (2019; doi: 10.1038/s41591-019-0665-2)
„Liquid Health Check“: Proteom-Analyse soll Erkrankungsrisiken erkennen
3. Dezember 2019
Saarbrücken – Betriebliche Gesund­heits­förder­ung gelingt in Krankenhäusern und in Pflegeeinrichtungen häufig nur schleppend. Das geht aus einer von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie des
Krankenhäuser und Pflegeheime hinken bei Gesundheitsförderung der Mitarbeiter hinterher
28. November 2019
Berlin – Die gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) hat im vergangenen Jahr mehr als 544 Millionen Euro für Gesund­heits­förder­ung ausgegeben. Das entspricht 7,49 Euro je Versicherten. Der gesetzlich
Krankenkassen investierten mehr als halbe Milliarde Euro in Prävention
27. November 2019
Potsdam – Die neue Brandenburger Ge­sund­heits­mi­nis­terin Ursula Nonnemacher (Grüne) hält die Aidsprävention weiterhin für unverzichtbar. Es gebe zwar einen leichten Rückgang bei der Zahl der
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER