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Ärzteschaft

Chirurgen drängen auf spezialisierte gefäßchirurgische Versorgung

Donnerstag, 22. November 2012

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie fordert, die Gefäßchirurgie als eigene Disziplin in der Breiten­versorgung weiter auszubauen. „Im Augenblick unterhält nur etwa ein Drittel aller Kliniken eine eigenständige Abteilung für Gefäßchirurgie“, sagte Sebastian Debus, Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gefäß­chirurgie (DGG). Der Direktor der Klinik und Poliklinik für Gefäßmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf kritisierte, bisher hindere vor allem Personal­mangel die Gefäßchirurgen daran, das Fachgebiet weiterzuentwickeln und die Spezialisierung voran­zutreiben.

In den meisten Krankenhäusern arbeite die Gefäßchirurgie nicht autark, so Debus. Es sei deshalb oft nicht möglich, Mitarbeiter auszuwählen, anzustellen und zu befördern. Dies verhindere, die gefäßchirurgische Spezialisierung für den ärztlichen Nachwuchs attraktiv zu gestalten.

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In den kommenden Jahren werde die gefäßchirurgische Versorgung wegen des demografischen Wandels immer wichtiger, hieß es aus der DGCH. Im Augenblick stellten Ärzte in Deutschland mehr als 200.000 gefäßchirurgische Hauptdiagnosen pro Jahr, vor allem bei betagten Patienten. Die Zahl der Fälle werde in den nächsten Jahren um rund ein Drittel steigen.

Gefäßchirurgische Operationen sind jedoch laut der Fachgesellschaft vor allem für ältere Patienten mit hohen Risiken verbunden. Hochbetagte würden daher oft erst operiert, wenn die Krankheit weit fortgeschritten sei. Aber diese späten Eingriffe verursachten die Hauptkosten.

„Wir streben deshalb an, durch Spezialisierung und innovative Technik die Eingriffsinvasivität zu minimieren und zugleich die Effektivität der Behandlung zu maximieren“, sagte Debus. Der Gefäß-Experte mahnte: „Die Spezialisierung der Gefäßchirurgie kann Kosten minimieren, vor allem aber ist sie dringend erforderlich!“ © hil/aerzteblatt.de

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