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Weitere Infektion mit neuartigem Coronavirus

Freitag, 23. November 2012

Berlin – Einen weiteren Erkrankungsfall mit dem neuartigen Coronavirus (hCoV-EMC) meldet das Robert Koch-Institut (RKI). Der Patient wurde nach Symptombeginn im Oktober zunächst in Katar im Krankenhaus behandelt, dann aber aufgrund seiner schweren Atemwegssymptomatik in eine Speziallungenklinik nach Deutschland verlegt. Nach der dort erfolgten intensivmedizinischen Behandlung hat sich sein Zustand deutlich gebessert, so dass er diese Woche aus der Klinik entlassen werden konnte.

Der Fall ist der fünfte bekannt gewordene Erkrankungsfall mit dem neuartigen Corona­virus. Bisher wurden ein weiterer Fall aus Katar und drei Fälle aus Saudi-Arabien bestätigt. Auffallend ist bei den meisten Patienten die kombinierte Entwicklung eines schweren Atemnotsyndroms und eines akuten Nierenversagens. Zwischen den einzelnen Fällen bestand laut dem RKI kein epidemiologischer Zusammenhang, auch gebe es derzeit keine Hinweise auf eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Das RKI geht deshalb weiterhin davon aus, dass das Erkrankungsrisiko in Deutschland sehr gering ist.

Schwere Erkrankungen durch neues Coronavirus könnten zoonotischen Ursprung haben

Köln – Es sind bislang zwar nur zwei sporadische Erkrankungen bekannt geworden, die ein neuartiges Coronavirus hervorgerufen hat. Aber diese sind sehr schwer verlaufen, bei einem Patienten tödlich. Charakteristisch sind die Symptomenkombination aus schwerem Atemnotsyndrom und frühem akutem Nierenversagen und die Herkunft der Patienten von der arabischen Halbinsel.

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In der Klinik in Nordrhein-Westfalen, in der der Patient vier Wochen lang erfolgreich behandelt wurde, sind keine Erkrankungen beim medizinischen Personal bekannt. Eine ausführliche Befragung aller Kontaktpersonen leitet die Klinik und das zuständige Gesundheitsamt derzeit ein.

„Die raschen, kompletten Analysen der Genome beider Viren legen den Schluss nahe, dass es sich um eine Zoonose handeln könnte, da es phylogenetische Ähnlichkeiten zu Coronaviren bei Tieren gibt“, erläuterte Walter Haas von der Abteilung Infektions­epidemiologie des RKI Anfang Oktober im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt. Haas wies auf kürzlich aktualisierte, spezifische Falldefinition hin, die das RKI Ärzten zur Verfügung stelle. © hil/aerzteblatt.de

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