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Antibiotika in der Landwirtschaft: Experten uneins

Mittwoch, 28. November 2012

Berlin – „Die Antibiotikaresistenzen verunsichern immer mehr Verbraucher.“ Das erklärte Susanne Mauersberg vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) auf einer Anhörung des Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestages heute Vormittag. Sie forderte, der Einsatz von Antibiotika dürfe nur nach tierärztlicher Untersuchung im Rahmen einer Therapie und bei nachgewiesener bakterieller Infektion zulässig sein. Der Verband forderte außerdem, Antibiotika, die im Humanbereich eingesetzt werden, in der Tiermedizin zu verbieten.

Tierhalter müssen geschult werden
Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 1.734 Tonnen Antibiotika in der landwirt­schaftlichen Tierhaltung eingesetzt. „Antibiotika sind ein wichtiges Instrument in der Hand von Arzt und Tierarzt und dürfen nicht verteufelt werden“, sagte Jörg Hartung von der Stiftung Tierärztliche Hochschule, Institut für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztier­ethologie in der Anhörung. Die Gesundheitsversorge für die Tiere hänge stark von den Kenntnissen der Tierhalter ab. Wichtig sei daher die Ausbildung der Landwirte, die sich bereits deutlich gebessert habe.

Hans-Joachim Götz vom Bundesverband praktizierender Tierärzte stellte fest, dass Verbesserungen in den Ställen und der Futterqualität die Tiergesundheit schnell erhöhen könnten und damit den Antibiotikabedarf senkten. Solche Maßnahmen bedeuteten aber steigende Produktions- und Lebensmittelkosten.

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„Die Landwirtschaft zeigt ihre ernsthafte Bereitschaft, sich diesem Problem […] zu stellen“, sagte Brigitte Wenzel vom Deutschen Bauernverband. Auch den Bauern­verband habe die verwendete Menge von 1.734 Tonnen Antibiotika im Jahr 2011 in der Landwirtschaft „nachdenklich gestimmt“. Wichtig sei, künftig mehr auf Impfstoffe zu setzen, so Wenzel. © hil/aerzteblatt.de

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