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Ultraschall kann drohende Stent-Verengung erkennen

Mittwoch, 28. November 2012

Bonn – Auf die Möglichkeiten einer Ultraschalluntersuchung bei der Schlaganfall­prophylaxe weist die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) hin. Danach können Ärzte mittels Ultraschall den drohenden Verschluss einer in der Halsschlagader implantierten Gefäßprothese rechtzeitig erkennen. Stent-Patienten sollten daher regelmäßige Kontrolluntersuchungen wahrnehmen, um ihr Risiko zu senken, hieß es aus der Fachgesellschaft.

Schlaganfälle sind laut der DEGUM die häufigste Ursache bleibender Behinderungen im Erwachsenenalter und gehören zu den häufigsten Todesursachen. Etwa jeder fünfte Gehirnschlag gehe auf eine Karotisstenose zurück. Neben der chirurgischen Behandlung gehört die Implantation eines Drahtröhrchens in das Gefäß zu den etablierten Behandlungsverfahren. Die kleine Gefäßprothese stabilisiert das Gefäß, verbessert den Blutfluss zum Gehirn und beugt damit einem drohenden Schlaganfall vor.

Gefahr der Re-Stenose im ersten Jahr groß
Doch bei einigen Patienten wuchern die Stents innerhalb weniger Monate wieder zu. „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Gefahr einer Re-Stenose im ersten Jahr nach der Implantation besonders groß ist“, sagte Christof Klötzsch, Leiter der DEGUM-Sektion Neurologie aus Singen. Eine Ultraschalluntersuchung der Gefäße mit der sogenannten Duplexsonografie sei das Mittel der Wahl, solche Re-Stenosen rechtzeitig aufzudecken. Mit dieser Technik könnten Mediziner die Struktur der Blutgefäße erkennen und gleichzeitig den Blutfluss beurteilen.

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„Ein erster Hinweis auf eine Stenose ist ein Anstieg der Geschwindigkeit, mit der das Blut die Engstelle passiert“, erläuterte Klötzsch. Später komme es auch zu Turbulenzen im Blutfluss. Auch das Ausmaß der Stenose könne im Ultraschall exakt gemessen werden. „Mit Hilfe des Duplex-Verfahrens können wir den richtigen Zeitpunkt für eine erneute Therapie finden und einem drohenden Schlaganfall wirksam vorbeugen“, betonte er. © hil/aerzteblatt.de

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