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Ausland

Zahl der HIV-Infizierten in Russland in fünf Jahren fast verdoppelt

Mittwoch, 28. November 2012

Mobiler HiV-Test in Ekatarinenburg /dpa

Moskau – Die Zahl der HIV-Infizierten in Russland hat sich in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt. Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Aids-Erreger angesteckt hätten, sei in dem Zeitraum von 370.000 auf 703.000 gestiegen, teilte der Chef des Russischen Zentrums zur Aids-Bekämpfung, Wadim Pokrowski, am Mittwoch mit. Seit Jahresbeginn seien 60.000 Neuinfektionen registriert worden, täglich seien es im Schnitt etwa 200 Fälle.

Seit den 1980er Jahren starben laut Pokrowski in Russland mindestens 125.000 Menschen an der Immunschwächekrankheit Aids, davon etwa 20.000 im laufenden Jahr. „Die Behandlung ist nicht immer wirkungsvoll, nicht immer zur rechten Zeit angewandt“, beklagte Pokrowski. „Die Lage verschlimmert sich immer weiter.“  

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 Die offiziellen russischen Angaben liegen noch weit unter den Schätzungen des UN-Aidsprogramms (UNAIDS). Laut dem UNAIDS-Jahresbericht für 2011 leben in Russland rund 1,2 Millionen HIV-Infizierte, das sind etwa ein Prozent der erwachsenen Einwohner. In West- und Mitteleuropa liegt diese Quote bei 0,2 Prozent. Im Oktober hatte UNAIDS Russland aufgerufen, die Aids-Vorbeugung zu verbessern, und von einer „kritischen Lage“ in dem 143-Millionen-Einwohner-Land gesprochen. © kna/aerzteblatt.de

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