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Patienten haben Angst vor der Strahlentherapie

Donnerstag, 29. November 2012

Berlin – Eine intensivere Patientenaufklärung hat die Deutsche Gesellschaft für Radio­onkologie (DEGRO) gefordert. Grund ist, dass mehr als ein Drittel der Tumorpatienten, die eine Strahlentherapie antreten, unter Angst und Depressivität leiden. Beide Symptome bessern sich im Verlauf der Strahlentherapie deutlich. „Entscheidend für die positive Angstbewältigung und den Umgang mit Trauer, Niedergeschlagenheit oder Antriebslosigkeit ist eine ausführliche Aufklärung und Betreuung durch den Arzt“, betont die Fachgesellschaft und weist auf eine Erhebung des Universitätsklinikums Regensburg hin, erschienen in der Zeitschrift Strahlentherapie und Onkologie“ (2012; 188: 940–945).

Forscher um Oliver Kölbl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie am Universitätsklinikum Regensburg und Leitlinien-Beauftragter der DEGRO, hatten darin mithilfe eines standardisierten Fragebogens Angst und Depressivität bei 60 Krebs­patienten erfragt. Zu Beginn, zum Ende und sechs Wochen nach Abschluss der Bestrahlung beantworteten die Probanden den Fragebogen.

Mehr Aufklärung, weniger Angst
Zu Beginn der Therapie zeigten 41 Prozent der Patienten auffällige oder grenzwertige Symptome von Angst und 33 Prozent von Depressivität. Angst und Depressivität nahmen im Verlauf der Bestrahlung aber deutlich ab. „Eine Strahlentherapie zieht sich über mehrere Wochen hin. Die meisten Tumorpatienten wissen anfangs wenig über die Strahlentherapie, und das verunsichert sie“, sagte Kölbl.

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Es habe sich gezeigt, dass die Angst bei den meisten Patienten bereits nach der ersten Strahlentherapiesitzung nachlasse. Je aufgeklärter die Patienten seien desto schneller verlören sie die Furcht vor den Apparaten und könnten das Heilende der Strahlen­therapie sehen. „Die Veränderungen nach Abschluss der Strahlentherapie sind mehr als deutlich“, so der Regensburger Klinikchef.

Er rät daher allen Tumorpatienten, sich vom behandelnden Arzt über die Therapieme­thoden und -abläufe ausführlich aufklären zu lassen. Es sei zudem Aufgabe der Medi­ziner, ihren Patienten bei der Angstbewältigung zu helfen. „Es hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, mit Fragebögen die psychische Situation von Krebspatienten abzubilden“, sagte Kölbl. So könnten ängstliche oder depressive Personen entsprechende Unterstützung bekommen. © hil/aerzteblatt.de

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