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Politik

Neues Informationsportal zu klinischen Studien

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Berlin/Köln – Informationen über in Deutschland genehmigte klinische Arzneimittel­prüfungen bietet ab sofort das Onlineportal „PharmNet.Bund“. „Jeder kann die Daten über klinische Studien kostenfrei einsehen“, begrüßte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) die neue Datenbank. Sie schaffe Transparenz für Ärzte, Patienten und andere interessierte Bürger. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) kritisierte in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt aber Einschränkungen im Erfassungszeitraum und bei den Ergebnissen der klinischen Studien.

Das Portal soll die bundesweit vorliegenden amtlichen Daten über zugelassene Arznei­mittel in Deutschland zentral zur Verfügung stellen. „PharmNet.Bund wird als zentrale Plattform Patienten, Ärzten und Apothekern Gelegenheit zur zuverlässigen Recherche bieten, den Behörden effiziente Bearbeitungsmöglichkeiten und der pharmazeutischen Industrie komfortable Vorlagemöglichkeiten, zum Beispiel in Zulassungsverfahren“, hieß es aus dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), das PharmNet.Bund betreut.

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Die Datenbank enthält Datensätze zu klinischen Prüfungen ab August 2004. Dazu gehören Informationen über die für die Prüfung verantwortliche natürliche oder juris­tische Person, das Design der Studie, die zu prüfenden Arzneimittel, über Anwen­dungsgebiete, Ziele und Prüfungsphasen und über Personen, die in die Prüfung eingeschlossen werden sollen. Auch die Herkunft der Daten legt PharmNet.Bund offen und berichtet, nach welchen Regeln diese veröffentlicht werden.

Die AkdÄ kritisierte, dass die Datenbank bislang keine Ergebnisse von klinischen Studien enthalte. Außerdem sei der Erfassungszeitraum von 2004 ab zu kurz. „Wir brauchen auch die Informationen über Medikamente, die schon länger auf dem Markt sind“, hieß es aus der AkdÄ gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt.  © hil/aerzteblatt.de

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