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Frankreich will Forschung an embryonalen Stammzellen erlauben

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Paris – In Frankreich soll die Forschung an embryonalen Stammzellen künftig unter Auflagen erlaubt werden: Der Senat stimmte in der Nacht zum Mittwoch mit breiter Mehrheit einer entsprechenden Gesetzesvorlage zu, die von linken Senatoren eingebracht und auch von der sozialistischen Regierungsmehrheit unterstützt worden war. Auch viele Vertreter der konservativen Opposition stimmten für die Vorlage. Nun soll sich demnächst die Nationalversammlung mit dem Gesetzesvorschlag befassen.

Die Forschung an embryonalen Stammzellen war in Frankreich 2004 verboten worden, Ausnahmen sind aber möglich. Nun soll diese Forschung unter „strengen Auflagen und ohne jegliche Vermarktung” erlaubt werden, sagte Jacques Mézard, der Vorsitzende der linken Gruppierung RDSE. So muss das Forschungsvorhaben „wissenschaftlich relevant” und nur „mit menschlichen Embryonen” möglich sein.

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Nach Einschätzung der RDSE macht die derzeitige Regelung die Forschung in der Praxis unmöglich. Kritiker aus dem konservativen Lager hielten dem entgegen, dass die Forschung an adulten Stammzellen eine Alternative zur Forschung an embryonalen Stammzellen sei. © afp/aerzteblatt.de

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